Bővebb ismertető
Tee war zuerst Medizin und wurde dann zum Getränk. Im 8. Jahrhundert begann er in China im Reich der Poesie als eine höhere Form der Zerstreuung zu gelten. Im 15. Jahrhundert wurde er in Japan zu einer Religion des Ästhetizis-mus erhoben - dem Teeismus. Der Teeismus ist ein Kult, der auf der Verehrung des Schönen inmitten der gemeinen Dinge des täglichen Lebens beruht. Er lehrt Reinheit und Harmonie, das Mysterium der Mildtätigkeit und die Romantik der sozialen Ordnung. Er bedeutet im Wesentlichen die Anbetung des Unvollkommenen, denn der Teeismus ist ein behutsamer Versuch, in diesem unmöglichen Etwas, das wir Leben nennen, das Mögliche zu erreichen.
Die Philosophie des Tees ist kein reiner Äs-thetizismus im herkömmlichen Sinn, denn im Verbund mit unserer Ethik und Religion spiegelt sich alles in ihr, was wir über Mensch und Natur denken. Sie ist Hygiene, denn sie zwingt zur Reinlichkeit. Sie ist Ökonomie, denn sie findet Gefallen am Einfachen, nicht am Komplexen und Kostspieligen. Sie ist »moralische Geometrie«, insofern sie unser Verhältnis zum Universum bestimmt. Sie verkörpert den wahren Geist öst-