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GELEITWORT
Das N'áhen und Sdineidern ist audx nach dem Aufkommen der Bekleidungsindustrie ein wesentlidies Gzbiet hauswirtsdiafU licher Tátigkeit geblieben und audi die Schule traditet deshalb, die künftigen Hausfrauen davauf vorzubereiten. Neben der blofien Evlevnung der notwendigen Handfertigkeit gilt es heute vor allém, den Gedanken der Zweckmáfíigkeit in den Vorder= grund zu stellen, der besonders auf bedaditsame Verwendung von Rohstoffen, Werkzeug und Arbeitszeit abzielt und der háus= lichen Betátigung mit Nadel und Zwirn neben Handwerk und Industrie den richtigen Platz anweist.
Abgesehen davon, dafi die Herstellung wohlfeiler Kleidung und Wásche immerhin Ersparnisse bedingt, die für manchen Haushalt willkommen, für den einen oder anderen sogar unent= behrlich sind, so ist auch die Freude der Frauen an Hand= arbeiten geblieben; die Liebe zu unseren Kleinen findet in der Selbstanfertigung von Sáuglingsausstattungen, Höschen und Kleidchen ebenso íhren sichtbaren Ausdruck wie in anderen Erzeugnissen hauswirtschafdicher Náharbeit der künsderische Gestaltungswille, der auJ3erhalb einer industriellen Massen= produktion eigene Wege geht und, soweit er sogar die Mode befrudxtet, dieser selbst nicht selten starke Anregungen bietet. Was die Hauswirtschaft darüber hinaus für die Vorbereitung auf einschlágige Berufe bedeutet, bedarf kaum einer Hevvor= hebung, desgleichen die besondere Rolle, die ihr in einer Zeit, wie der gegenwártigen, zukommt.
Eine gewisse Begabung zum Schneidern bringt übrigens jede Frau mit. Ausnahmen bestátigen lediglich die Regei. Des= halb zeigen audi die meisten Mádchen schon im frühen Altér