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VON DEN PFLICHTEN DES WIRTES ODER DER WIRTIN GEGEN DIE GÄSTEGeehne Frauen! Da man Ihnen in unseren Tagen bei den Teegesellschaften, so wie ehemals bei den glänzenden Abendschmaußen (soupees), mit Recht den ersten Platz eingeräumt hat, so unterstehe ich mich, Ihnen, denen dieses kleine Werk vorzüglich gewidmet ist, einige Bemerkungen mitzuteilen, welche eine der liebenswürdigsten und geistreichsten Frauen unserer Zeit zur Verfasserin haben, und nicht allein Ihres ganzen Beifalls wert sind, sondern auch Ihre völlige Beherzigung verdienen.Dies sind ihre Worte: So leicht sich auch die Regeln des guten Tons im geselligen Verein in einzelne Begriffe und Forderungen fassen lassen, so reihen sie sich doch nur dann erst in der Ausübung zu einem geselligen Ganzen aneinander, wenn innerer Takt für das Schickliche und Anmutige den leitet, der als Wirt oder Wirtin die Verpflichtung auf sich genommen hat, seinen Gästen einige angenehme Stunden zu bereiten.Dieser Takt braucht nicht bloß angeboren zu sein; er läßt sich auch erwerben durch Achtsamkeit auf sich selbst und andere, und durch genaue Beobachtung der Menschen und ihrer geselligen Verbindlichkeiten und Freuden.Nicht der Glanz der Einrichtung, die Pracht der Bewirtung oder die Anzahl der Teilnehmenden gewährt den richtigen Maßstab des allgemein zu bewirkenden Vergnügens. Eine gewisse, sanft ansprechende, freundliche Harmonie in allem, sowohl in dem Betragen des Wirtes als seiner Umgebung, und in dem, was er bietet, ein unsichtbares Streben für jeden Einzelnen, das individuelle Unangenehme zu entfernen, was der Gang der Unterhaltung vielleicht berühren könnte; ein leich-