Bővebb ismertető
x\achen, Stadt und altes Heilbad im Land Nord-rhein-Weslfalen, ^Heilquellen, Übersicht.Aalgift, das im Aalblut vorkommende, dem Schlangengift ähnliche Ichthyctoxin; es wird durch Erhitzen (Kochen, Räuchern) des Aals zerstört.Abbinden, 1) Notmaßnahme zur vorläufigen Blutstillung, wenn größere Gefäße verletzt sind und sofortige Blutstillung nicht möglich ist (^Erste Hilfe, Anhang; ^Blutstillung). 2) Maßnahme des Chirurgen, wenn er in Blutleere operieren will, um bessere Übersichtlichkeit im Gewebe zu schaffen oder um stärkeren Blutverlust zu vermeiden, z. B. bei Amputationen. Meist wird ein etwa 6 cm breites Gummiband verwendet, mit dem das abzubindende Glied so fest umschlungen wird, dai3 die Hauptschlagader zusammengepreßt ist und die Blutwelle nicht mehr hindurch kann. Man erkennt das Eintreten der Blutleere daran, daß das Glied blaß wird. Der Blutstrom darf nicht länger als zwei Stunden unterbrochen bleiben, weil sonst Nervenlähmungen oder schwere Ernährungsstörungen des Gewebes eintreten können.Abderhaldensche Reaktion, der Nachweis von Abwehrfermenten im Blut.Abdomen das, der ^Bauch.Aberglaube, falscher, verkehrter Glaube, auch: mißbräuchlich angewandter Glaube. Eine eindeutige Bestimmung, was wahr oder verkehrt ist, kann jedoch nicht gegeben werden. Man kann nur Pole angeben, zwischen denen der A. liegt: das wissenschaftlich nachprüfbare Erfahrungswissen einerseits und den religiösen Glauben andererseits. In dem Zwischenbereich finden sich Bestandteile des Volksglaubens sowie Vorstellungen, die den in einer Gesellschaft herrschenden religiösen oder mythologischen Anschauungen nicht entsprechen, und viele aus der Überzeugung von magischen Zusammenhängen stammende Praktiken, wie mannigfache Formen des Okkultismus (Vulgärastrologie, Vorzeichendeutung, Talismane, Besprechen).Wissenschaftlich nachprüfbare Erfahrungen sind nicht, wie vielfach angenommen wird, identisch mit naturgesetzlich erklärbaren Erfahrungen. So sind die von der Parapsychologie untersuchten Erscheinungen einer außersinnlichen Wahrnehmung (Telepathie, Hellsehen, Prophetie) nicht naturgesetzlich erklärbar, es sprechen aber viele Forschungsergebnisse für ihre Existenz, wenn sie auch noch umstritten sind. Abergläubisch kann jedoch der Umgang mit diesen Erscheinungen sein: etwa der kritiklose Glaube an die Fähigkeit von >Hellsehern< oder an Wahrsagepraktiken.Am religiösen Pol gibt es eine abergläubische Verwendung von Glaubensmitteln, wenn sie nämlich nicht in der Innerlichkeit ihres religiösen Gehaltes erlebt, sondern als mechanische Prozeduren zum Erreichen egoistischer Ziele verwendet werden.Volksbräuche sollten nicht nur vom Standpunkt des heutigen Menschen betrachtet und vorschnell als A. abgetan werden. Sie haben oft einen symbolischen Sinn, wie z. B. die in manchen ländlichen Gegenden zu bestimmten Jahreszeiten üblichen Dümonenvertrei-bungcn. Es sind magische Reinigungsprozeduren, Formen eines nach außen verlegten Umgangs mit dem Unbewußten. Der medizinische Volksglaube enthält zugleich vernünftiges, praktisch bewährtes Erfahrungsgut wie krassen und gefährlichen Unsinn (z. B. die > Dreckapotheken <). Abergläubische Vorstellungen über Krankheit und Krankheitsverläufe und über die Wirksamkeit von Quacksalber-Mittelngefährden ernstlich die Volksgesundheit und müssen durch sachliche Klärung der Sachverhalte unablässig bekämpft werden.Die vielen Formen der alltäglich geübten abergläubischen Praktiken, z. B. das Berufen durch dreimaliges Klopfen auf Holz u. a., sind Ausdrucksformen der Angst vor unbeherrschbaren Mächten, die günstig gestimmt werden sollen. Wie es der primitive Mensch in unzähligen magischen Verrichtungen tut, so versucht sich auch die primitive Mentalität in den tieferen Schichten der Persönlichkeit des Kulturmenschen durch Zeremonielle magisch zu sichern, die beim Zwangsneurotiker zu komplizierten, die Freiheit völlig aufhebenden Systemen werden. A. enthält ganz allgemein das Moment der Sicherung und des damit komplementär verbundenen Verlustes der Freiheit.Abfälle von Nahrungsmitteln gehen leicht in Gärung und Fäulnis über. Sie müssen vor tierischen Schädlingen (Insekten, Mäusen, Ratten) abgesperrt und schnell beseitigt werden, ^städtischeAbfallstoffe.Abführmittel, Mittel, die eine vermehrte Darmentleerung bewirken. Man unterscheidet A., die auf den Dünndarm, solche die auf den Dickdarm und solche die auf beide wirken. Die Dünndarmmittel werden eingeteilt in mechanisch wirkende und solche, die durch chemische Reizung der Darmschleimhaut eine vermehrte Peristaltik auslösen. Die ersteren wirken peristaltikanregend durch Vermehrung der Masse des Darminhalts; zu ihnen gehören Mineralsalze wie Karlsbader Salz, Bittersalz, Glaubersalz, Seignettesalz, einige natürliche Mineralwässer sowie Quellstoffe, wie Agar Agar und Zellulose (Spez.: Cellolax, Normacol, Regulin u. a.). Zu den durch chemische Reizung des Dünndarms wirkenden Mitteln gehört Rizinusöl (Erwachsenendosis 12 Eßlöffel). Auf den Dickdarm wirken Drogen wie Sennesblätter, Faulbaumrinde, Aloe und der ostindische Rhabarber. Die in ihnen enthaltenen AnthrachinonabkömmÜnge regen auf dem Blutwege die Dickdarmmuskulatur an. Ein synthetischer Anthrachinonabkömmling ist im Istizin (Spez.) enthalten. Ein weiteres Dickdarmmittel ist das Phenolphthalein. Als Gleitmittel dient das Paraffinöl.