Bővebb ismertető
Einführung: Du herauf te T^che eines kraftvollen Z)olkesIn gewissem Sinne ist der Mensch, was er ißt. Deshalb könnte die Nahrung auch einen der aufschlußreichsten Hinweise auf die individuellen und nationalen Neigungen bieten, vorausgesetzt, es ließen sich unveränderliche Schlüsse aus einem Nachweis ziehen, der so stark von der Voriiebe des einzelnen oder der Gemeinschaft abhängt. Die Küche des eigenen Landes ist jedem zu nahe, um mehr als schattenhafte Empfindungen zu erwecken; die Küche anderer Völker kann so bestürzend andersartig sein, daß sie nur verwirrend wirkt. Es ist vielleicht am vernünftigsten, die Küche des eigenen Landes erst nach einer langen Abwesenheit wieder zu kosten, um ihre Eigenart neu zu entdecken - ein Verhalten, das man übersättigten Ehemännern empfohlen hat, damit sie die Reize ihrer Ehefrauen neu entdecken.Ich habe das kulinarische Experiment einmal gemacht. Damals war ich Korrespondent der italienischen Zeitung Corriere della Sera und sollte über die Hochzeit eines ehemaligen Königs mit einer Amerikanerin in einem Schloß bei Tours berichten. Die meisten Journalisten hatten sich im Hőtel de l'Univers in Tours einquartiert, wo die Küche überdurchschnittlich gut war. Wir hatten viel Zeit. Die angelsächsischen Kollegen vertrieben sie sich mit dem Genuß einer großen Anzahl gleicher Getränke; andere wiederum - darunter ich - verlegten sich aufs Essen. Wir folgten dem Rat sachkundiger Einwohner und wählten jeden Tag ein anderes histro oder Restaurant.Später, als wir das Schloß für ein paar Stunden verlassen konnten, wurden wir in der nahe gelegenen kleinen Bahnhofswirtschaft Stammgäste. Hier verlief eine Nebenlinie, auf der ich nie einen Zug vorbeifahren sah. Die Frau des Bahnhofsvorstehers war gleichzeitig Köchin und Kellnerin. Das Menu war so einfach, daß ich vermutete, wir äßen das gleiche zu Mittag wie die Familie.Die Trauung fand an dem festgesetzten Termin statt, der vormalige König heiratete seine Erträumte ; meine Aufgabe war erfüllt. Hieraus ergab sich die Gelegenheit für mein kulinarisches Experiment. Ich fuhr nach Paris, um mich ein paar Tage auszuruhen und die Weltausstellung zu besuchen, die in jenem Sommer dort stattfand. Die führenden Nationen hatten an den Ufern der Seine prächtige Pavillons errichtet und sie mit allen jenen Erzeugnissen gefüllt, für die sie sich die Bewunderung und den Neid der Besucher versprachen. Die Italiener hatten etwas völlig Neues gewagt und ein ristorante aufgebaut. Es war ausgezeichnet, besser als irgendein anderes im damaligen Italien. Man hatte den besten Koch von einem der großen transatlantischen Passagierschiffe gehoh. Der Maître d'hotel war eine blendende Erscheinung und so gewandt und zuvorkommend wie ein Botschafter, die Kellner hatte man so sorgsam ausgewählt und gedrillt wie die Mitglieder einer Olympiamannschaft. Die Weine wurden von hübschen jungen Mädchen kredenzt, die die verschiedenen Trachten der einzelnen italienischen Provinzen trugen.Gleich am ersten Abend probierte ich das ristorante aus. Ich wußte, hier war meine Chance, den wahren Charakter meiner heimischen