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Die Freude am Fest ist den Menschen ins Herz geschrieben. Gott wird sie ihnen eingepflanzt haben, als er sich am Abend des siebten Schöpfungstages an der Erde und all ihren Wundem nicht satt sehen, sich dabei aber eines leisen Kummers nicht erwehren kormte, so ganz allein glücklich zu sein. Ohne Gefährten lässt sich ein Fest nicht wirklich feiern. Das Schönste daran ist doch der Widerschein der eigenen Fröhlichkeit in den Augen der andern. Geteilte Freude ist doppelte Freude. Das Fest wurde auf Erden erst geboren, als es dort Männer, Frauen und Kinder gab. Alles schien wert, besungen zu werden: die Morgenröte, die die Schatten der Nacht vertrieb; die Wiederkehr der Soime aus der Unterwelt; das stetig wechselnde Antlitz des Mondes am nächtlichen Firmament; der Reigen der Jahreszei-ten, eröffnet durch den Amselgesang und die Kinderlieder. Aus tausendfältiger Quelle gespeist sprudelte der Born der Lebensfreude, in dem weltliche und geistliche Elemente sich vermengten.Beim Fest der Feste, der Fete des Vignerons, gewinnt alles Gestalt, was uns Lieder entlockt: der Hände Werk; der Kreislauf der Tage; Freud und Leid; Hoffnung und Furcht; Welt und Schicksal des Menschen. Zeremonie und Schauspiel zugleich, entnimmt die Fete ihre Themen rmd Riten dem Erbgut uralter Symbolik und Mythologie. Sie bedient sich der Mundarten des Herzens, Poesie, Musik, Tanz und Farbenspiel, um die ewigen Wahrheiten kundzutim. Tochter der Überlieferung, wahrt sie diese, indem sie sie erneuert rmd durch die Zutaten der Gegenwart verjüngt.Möge das Buch alle, die dabeigewesen, an die Freude und das Gefühl der Verbundenheit erirmem, die Darsteller und Zuschauer zu einer einzigen grossen Familie werden Hessen. Möge es jenen, die nicht mitfeiern kormten, einen Abglanz der Feststimmung und des Elans der viertausend Mitwirkenden übermitteln. Möge es den Mitgüedem der Confrérie und den Künstlem, die mit der Gestaltung künftiger Feste betraut werden, Kunde geben von dem Geist, der die Schöpfer der Fete des Vignerons 1977 beseelte, und sie dazu anregen, ein dem unsem an Schönheit ebenbürtiges Fest zu gestalten.