Liebe Weinfreundinnen und Weinfreundepwas verbindet Österreichs Winzer mit Österreichs Spitzensportlern? Sie erbringen Top-Leistungen, und zwar auch bei misslichem Wetter. Denn tatsächlich waren die Qualitäten, die wir heuer verkosteten, wieder einmal herausragend, und das, obwohl Pilzinfektionen, Kälteeinbrüche, Hagelstürme in bisher kaum dokumentiertem Ausmaß die vergangenen beiden Jahrgänge sicher weit entfernt von jeder Normalität definierten. Dass diese Anhäufung von Wetter-Extremen etwas mit dem Klimawandel zu tun haben...
Liebe Weinfreundinnen und Weinfreundepwas verbindet Österreichs Winzer mit Österreichs Spitzensportlern? Sie erbringen Top-Leistungen, und zwar auch bei misslichem Wetter. Denn tatsächlich waren die Qualitäten, die wir heuer verkosteten, wieder einmal herausragend, und das, obwohl Pilzinfektionen, Kälteeinbrüche, Hagelstürme in bisher kaum dokumentiertem Ausmaß die vergangenen beiden Jahrgänge sicher weit entfernt von jeder Normalität definierten. Dass diese Anhäufung von Wetter-Extremen etwas mit dem Klimawandel zu tun haben könnte, darüber diskutieren Österreichs Winzerinnen und Winzer eigentlich nicht mehr - sie wissen es schon lange und stellen sich darauf ein. Sei es durch Bodendynamisierung und biologische oder biodynamische Wirtschaftsweise, zu denen wir heuer einen ungebrochen starken Trend bemerkten, sei es durch Konzipierung neuer Wein-Typen und besseres Verständnis der heimischen Terroirs.Von den im Vergleich dazu wohl eher kurzfristigen Einflüssen der Wirtschaftskrise scheint Österreichs Weinbau einstweilen noch wenig betroffen zu sein, wenngleich die Bereitschaft, hochpreisige Luxus-Cuvees auf den Markt zu bringen, schon etwas gebremst erscheint. Aber das kann natürlich auch an den schwierigen Jahrgängen liegen.Erstaunlich jedenfalls, dass heuer wieder etwa gleich viele Weine von den Gault Miliau-Juroren für die Schlussverkostung nominiert wurden und wieder ungefähr gleich viele (ziemlich genau ein Drittel der in der ersten Runde mit 19 Punkten bewerteten Weine) Kandidaten diese hohe Wertung bei der wahrscheinlich strengsten Verkostung (Blindverkostung, 16 GaultMillau-Juroren, es zählt die Durchschnittswertung) des Landes bewähren konnten: 22 Weißweine (genauso viele wie im vergangenen Jahr), vier Rotweine, 11 Süßweine.Oftmals wird uns die Frage gestellt, was nötig sei, um vom GaultMillau-Weinguide getestet und in den Guide aufgenommen zu werden, wohin man Weine schicken, wie viel man bezahlen müsse. Man muss keine Weine einschicken und man muss auch nichts bezahlen. Man muss einfach nur hervorragenden Wein keltern, so gut, so interessant und so zuverlässig, dass unsere Juroren den Eindruck gewinnen können, dass es sich hier um einen der 300 besten Weinbaubetriebe Österreichs handelt. Um den Rest kümmern wir uns dann.In diesem Sinne hoffe ich, dass Sie auch mit diesem Weinguide wieder einen aussagekräftigen und hilfreichen Begleiter auf dem Weg durch Weinkarten, Wein-Regale und Winzerkeller zur Hand haben. Viel Spaß an herrlichen Getränken und reichlich Genuss mit brillanten Kreszenzen wünscht IhnenFlorian Holzer
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