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Gibt es eine europäische Tafel?Lojze Wieser und Barbara MaierGibt es eine europäische Tafel? Autochthone oder solitäre Speisen? Speisen mit Migrationshintergrund oder universeller Natur? Wie schmecken europäische Speisen? Wie sieht eine Speisetafel mit europäischen Gerichten aus?Diese Fragen versteht das Gehirn als Impulse und gibt sie an seine sinnlichen Körperregionen weiter. Unwillkürlich beginnen sich die Geschmackspapillen auf der Zunge und die Geruchshärchen in der Nase aufzurichten, und sie senden Botschaften an das Hirn. Dieses lässt in Sekundenschnelle Bilder von bunten, von kalten und warmen, von heißen und scharfen Speisen entstehen. Dann erinnert man sich an die Umgebung; wo man wann was gegessen hat, ein bestimmtes Gefühl für jenen Augenblick entsteht, in dem die eine oder die andere Speise verzehrt worden ist. Daheim, bei der Großmutter (wo ja bekanntlich die Gerichte immer am besten schmecken), gestern Abend mit Freunden, zuletzt im Urlaub in Griechenland, Dalmatien, Schottland.So hat jede, so hat jeder seine ganz persönliche europäische Tafel im Kopf und eben auch auf der Zunge. Schon diese individuelle Tafel ist vielfältig, je mehr man sich mit anderen Ländern, mit fremden Küchen beschäftigt. Und jemand, der sie bei eigenen Kochexperimenten erprobt, empfindet sie als noch reichhaltiger. Man merkt dabei schnell, dass das noch lange nicht alles sein kann. Es ist schier unmöglich, alle Geschmäcker Europas zu kennen. Manche sind