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Gesunde Ernährung für DiabetikerSeit 1982 ist in Fragen der Diät für Diabetiker so etwas wie eine Revolution in Gang gekommen. Vor diesem Zeitpunkt wäre ein Buch wie dieses wohl nicht akzeptiert worden. Die 'Regeln' darüber, was für Diabetiker gut sei und was nicht, waren so streng, daß ein Kochbuch, das sowohl von Diabetikern als auch von ihren Familien und Freunden benutzt werden kann, als ein Ding der Unmöglichkeit angesehen worden wäre.Das vorliegende Werk ist nun ein solches Buch: Es enthält eine Menge interessanter und nahrhafter Rezepte, die sich für jedes Familienmitglied eignen. Neben Rezepten für alle Mahlzeiten gibt es Anregungen für Zwischenmahlzeiten und Gerichte, die besonders für Kinder geeignet sind.Bevor Sie jedoch Ihre Diät ändern, sollten sie Ihren Arzt konsultieren, um sicher zu gehen, daß Ihre Ernährungsweise im Einklang mit Ihrer ärztlichen Behandlung steht.mit der Nahrung zugeführt wurde ausgedrückt in Kalorien (kcal) oder Joules (kj) , wurde nur bei Diabetikern mit Übergewicht für bedeutsam gehalten, die sich einer Abmagerungsdiät unterziehen mußten, um eine bessere Kontrolle über ihren Bluckzuckerspiegel zu erhalten.Viele Diabetiker haben jahrelang erfolgreich mit einer solchen Diät gelebt, die allerdings sehr restriktiv und oft nicht gerade appetitanregend war. Auch wurde die Lebensweise des einzelnen Patienten kaum berücksichtigt, und die Diät war schwer mit dem normalen Speisezettel der Familie in Einklang zu bringen. Besondere Schwierigkeiten ergaben sich in den Ferien, wenn man Gäste hatte oder für kleine Kinder kochen mußte. Dies alles führte dazu, daß Diabetiker mit ihren Problemen alleingelassen wurden und sich als Außenseiter behandelt fühlten.DIE TRADITIONELLE DLS^BETIKERDIÄTEs gibt einige Diabetiker, die den Zuckerspiegel ihres Blutes schon durch eine strenge Diät steuern können, während andere auf Medikamenten oder Insulinspritzen angewiesen sind.In der Vergangenheit ließen die Diätvorschrif-ten sowohl für insulinabhängige als auch nicht insulinabhängige Diabetiker beschränkte Mengen an Kohlehydraten, das heißt, stärkehaltige Nahrungsmittel und raffinierten Zucker, zu. Man war der Überzeugung, daß alle Kohlehydratmengen besonders raffinierter Zucker , die über den Bedarf für eine normale Aktivität hinausgingen, sofort eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels und die damit verbundenen Komplikationen hervorrufen würden.Während man nun der Menge an Kohlehydraten in der Diabetikerdiät viel Aufmerksamkeit schenkte, kümmerte man sich kaum um den Anteil an verzehrten Fetten oder Proteinen, und der Ballaststoffanteil einer Diät wurde nicht einmal in Erwägung gezogen. Die gesamte Energiemenge, dieNEUERE FORSCHUNGENWährend der letzten 60 Jahre haben sich Mediziner mit der Wirkung verschiedener Kohlehydratarten auf den Blutzuckerspiegel beschäftigt. Ein Teil dieser Forschungen hatte Diabetiker verschiedener ethnischer Gruppen zum Gegenstand. So fand man zum Beispiel heraus, daß das Auftreten von Diabtes dramatisch anstieg, wenn bestimmte amerikanische Indianerstämme von ihrer traditionellen Ernährungsweise, die sehr reich an Ballaststoffen war und zum großen Teil aus Gemüse bestand, zu einer mehr 'westlich' ausgerichteten Ernährung übergingen, die einen größeren Anteil an raffinierten Nahrungsmitteln wie Weißmehl, Zucker, weißem Reis und allgemein mehr vorgefertigte Nahrungsmittel enthält.Weitere Forschungen ergaben, daß der Zuckerspiegel nicht so hoch oder so schnell wie erwartet anstieg, wenn Speisen verzehrt wurden, die reich an Ballaststoffen und rohen Kohlehydraten waren. Man entdeckte auch, daß die Art von Ballststof-fen, wie sie in Hülsenfrüchten und Hafer vorkommt, eine hemmende Wirkung auf die Freiset-