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Warum ballaststoffreiche Kost?
Von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern in der ganzen Welt wird heute eine ballaststoffreiche Kost als eins der besten Mittel angesehen, sich gesund zu erhalten und die Gefahr zu verringern, an einer der vielen Zivilisationskrankheiten der westlichen Welt zu erkranken.
In diesem Buch wird gezeigt, wie leicht es ist, eine schmackhafte und appetitanregende ballaststoffreiche Kost zusammenzustellen. Es enthält eine große Auswahl von über 200 verführerischen Gerichten mit hohem Nährwert.
BALLASTSTOFFE UND mRE GESUNDHEIT
Die faserige Substanz, die die feste Struktur der pflanzlichen Zelle bildet, liefert die Ballaststoffe. Da diese Faser nicht unverdaulich ist, nahm man lange an, daß sie für unsere Ernährung keine Rolle spiele. Indem man sie den Nahrungsmitteln entzog, glaubte man die Qualität dieser Nahrungsmittel zu verbessern (Weißmehl, Zucker usw.).
Heute hat man erkannt, daß die Faserstoffe ihre positive Wirkung zum Teil dadurch ausüben, daß sie die Zeit verkürzen, die die unverdaulichen Bestandteile der Nahrung brauchen, um das Verdauungssystem zu passieren. Darüberhinaus haben Forscher herausgefunden, daß unverdaute Faserstoffe biochemische Auswirkungen auf den Dickdarm haben sowie andere günstige metabolische Veränderungen bewirken. Diese Faserart ist als unlösliche Faser bekannt.
Forschungen aus der letzten Zeit haben erbracht, daß eine zweite Faserart, die löshche Faser,
dazu beitragen kann, hohe Blutzucker- und Cholesterinspiegel zu senken. Der erhöhte Cholesterinspiegel ist ein Hauptfaktor bei der Entstehung von Koronarerkrankungen. Die Hauptlieferanten dieser Faser sind Hafer und Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen.
Aus Statistiken geht hervor, daß die Menschen in den Entwicklungsländern erheblich mehr Ballaststoffe mit ihrer Nahrung aufnehmen als in den westlichen Ländern. Die Tatsache, daß viele Krankheiten, die in der westlichen Gesellschaft vorherrschen, in den Ländern der Dritten Wek kaum vorkommen, verleiht der weithin vertretenen ärzthchen Auffassung beträchtliches Gewicht, daß die Häufigkeit dieser westlichen Zivilisationskrankheiten in unmittelbarem Zusammenhang mit der geringen Aufnahme von Ballaststoffen und dem zu großen Fettverbrauch steht. Zu diesem Leiden gehören: Verstopfung, Bilddarmentzündung, Hämorrhoiden, Dickdarmkrebs, Herzinfarkt, Venenentzündung, Gallensteine, Diabetes und Fettleibigkeit.
RICHTLINIEN FÜR EINE GESUNDE ERNÄHRUNG
Daß sich die westlichen Länder wieder mehr auf eine Ernährungsweise besinnen müssen, wie sie in der Dritten Welt üblich ist, wurde 1983 in der Studie der britischen Kommission für Ernährungserziehung (NACNE) hervorgehoben. In dem Bericht kam zum Ausdruck, wie wichtig es für die Erhaltung der Gesundheit ist, die Zusammensetzung der normalen Nahrung dahingehend zu ändern, daß man die tägliche Aufnahme von Ballaststoffen erhöht und den Verbrauch von Fett und Zucker ein-