Bővebb ismertető
I IITiffany, Louis Comfort (1848-1933), führender Künstler der Glaskunst Im Art Nouveau Stil (Jugendstil) In den USA. Sohn des Juwellers Charles L. Tiffany aus New York. Studierte Malerei 1866 in New York und 1869 In Paris. Louis C. Tiffany kam dort In Kontakt mit der Art Nouveau-Bewegung und lernte auf diesem Wege den deutschstämmigen Siegfried Bing kennen, dessen Pariser Geschäft Le Salon d'Art Nouveau" später zum führenden Umschlagplatz In Europa für Tiffany-Glaskunst und andere Jugendstilprodukte wurde. 1885 entstand eine Tiffany Glasfirma und Manufaktur In Corona, Long Island, New York, die bis 1928 TIffany-Glaswaren herstellte.1889 schuf Tiffany die ersten Lampen, wie wir sie heute noch sehr bewundern. Hunderte, oft mehr als tausend kleine Glasteilchen, jedes mit Kupferfoile ummantelt (die damals noch mühsam aufgeleimt werden mußte), wurden auf einer Holzform zu einem Lampenschirm zusammengelötet. In den Werkstätten TIffanys entstanden einige hundert Lampen und Fenster in dieser Technik; ob Tiffany sie erfand, wird allerdings In Frage gestellt. Diese fast hundertjährige Kunst wird heute neu entdeckt, und dieses Buch befaßt sich eingehend mit der Kupferfolientechnik" oder TIffanytechnIk", wie Ich sie Im folgenden Text nennen möchte. Die Art der Blelverglasung mit Hilfe von H- und U-Profllen Ist bei uns hinreichend bekannt. Durch die Jahrhunderte fand diese Künstform zahllose Bewunderer, inzwischen wird sie nicht mehr ausschließlich von Künstlern und Fachleuten ausgeübt, sondern ist auch zum beliebten Hobby geworden. Mit der Nostalgiewelle gelangt auch der Jugendstil wieder zu neuen Ehren. Hier und dort sieht man echte Tiffany-Lam-penschlrme und nun vielfach Reproduktionen, In Handarbelt hergestellt. Ein Hauch von Exklusivität umgibt diese Kunstwerke, und mancher hat sich sicherlich schon Gedanken gemacht, was diese gläsernen Ge-bilde zusammenhält, denn die Linien sind wesentlich schmaler, die Glastelle viel kleiner, als bei Blelverglasungen mit Profilen. Das Geheimnis Ist ein selbstklebender Kupferfolienstreifen, mit dem jedes Glasteil eingefaßt wird. Wenn man nun die eingefaßten Glastelle anelnanderlegt, entsteht eine Trägerfläche für eine LötnahL Auf dem Glas allein würde das Lötzinn nicht halten. Die Verbindung der Glastelle wird nun hergestellt, Indem man der Kupferfolie entlang-iötet. Es entsteht so auch eine Art U-Profll. Je schmaler der Folienstreifen ist, und je exakter die Teile anelnanderpassen, desto zierlicher wird die Lötnaht und so auch der Gesamteindruck des Werkstückes. Flexibilität und geringe Stärke der Folie lassen komplizierte, feine Designs zu, die man mit Bieiprofilen nicht verwirklichen könnte.Trotzdem braucht man keine Angst um die Stabilität der Objekte zu haben. Da die einzelnen Glastelle eng anelnanderllegen und dann unmittelbar zusammengelötet werden, entsteht eine sehr feste Verbindung. Die Lötnähte sacken auch nicht mit der Zelt nach oder dehnen sich unter Hitzeeinwirkung (starke Sonnenstrahlung), wie es bei Bleiprofilen der Fall sein kann. Eine weitere Stabilisierung z.B. durch Alu-mlnlumstangen oder Draht Ist darum nur bei größeren Projekten nötig; bei großen Fenstern, Bildern oder Spiegeln, da das Kristallspiegelglas ziemlich schwer Ist. Um später eine Lampe herstellen zu können, Ist es ratsam, die Grundregeln der Technik an flachen Werkstücken, wie sie In diesem Buch vorgestellt werden, zu erproben.Die einzelnen Objekte sind Im Schwierigkeitsgrad kontinuierlich gesteigert, so daß es jedermann möglich sein dürfte, innerhalb kurzer Zelt die TIffanytechnIk zu meistern.An dieser Stelle möchte ich mich bei Frau Christa Frank von der Firma Detjens, Hannover, bedanken, die dieses Buch anregte.