Bővebb ismertető
VorwortEtliche Meter hoch würde der Stapel, wenn man alle derzeit käuflichen Heipflanzenbü-cher aufeinanderlegen würde. Was mag wohl, so werden sich viele fragen, in einem Autor vorgehen, wenn er es für sinnvoll erachtet, zu diesem Berg noch einen weiteren Zentimeter hinzuzufügen? Mehrere Gründe sind es, die mich bewogen haben, dieses Buch zu schreiben: Unsere Situation heute ist in gewisser Weise vergleichbar mit der des finsteren Mittelalters, als verheerende Seuchen Hunderttausende von Menschen dahinrafften. War es damals die Pest, so sind es heute Kreislauferkrankungen, Krebs und eine Vielzahl sogenannter Zivilisationskrankheiten. Damals standen die Menschen der Pest hilflos gegenüber. Heute werden den Kranken zwar eine Vielzahl von Pillen und Tröpfchen angeboten, an der Tatsache, daß noch immer Hunderttausende unnötig früh sterben, hat dies jedoch so gut wie nichts geändert.Damals wie heute war die Zeit der Wunderheiler. Im Mittelalter zogen sie mit geheimnisumwitterten Pflanzenteilen über die Lande und haben so mancher Bauersfrau Dinge angedreht, die sie von ihrem eigenen Acker wesentlich billiger und in wesentlich besserer Qualität hätte holen können. Heute verbrüdert sich die Scharlatanerie kaum noch mit übersinnlichen Kräften, dafür bedient sie sich um so häufiger einer Pseudowissenschaftlichkeit, um ihre Produkte an den Kranken zu bringen. Dies betrifft leider auch die Heilpflanzen. Die zunehmende Bereitschaft, sich wieder einer natürlicheren Lebensweise zuzuwenden, hat auch die Naturheilkunde in das Blickfeld des öffentlichen Interesses gerückt. Die Bereitschaft, der Heilkraft der Pflanzen zu vertrauen, nimmt zu. Das Wissen jedoch, wie man diese Pflanzen anwendet, steht dazu in einem krassen Mißverhältnis.Hinzu kommt, daß die Naturwissenschaften rasante Fortschritte gemacht haben.Das, was unsere Väter und Vorväter gefühlsmäßig richtig machten, hat inzwischen in vielen Fällen eine interessante Bestätigung gefunden; zusätzlich wurden neue Anwendungsgebiete und Wirkungsweisen erkannt.Doch wissenschaftliche Fachbücher werden nur von wenigen gelesen. Ein Großteil der Heilpflanzen-Bücher jedoch begeht den gleichen Fehler, den man zuweilen der Medizin vorwerfen muß: Sie sehen nicht den Organismus als ganzes, sondern jeweils nur die isolierte einzelne Krankheit, deren Symptome es zu bekämpfen gilt. Die Chinesen sagen, daß es keine Krankheit zweimal gibt. Jeder Mensch ist anders, und selbst wenn er eine so weitverbreitete Erkrankung wie den Schnupfen hat, so verläuft sie doch bei jedem Menschen anders. Und darum geht es auch in diesem Buch: Nicht isoliert betrachtete Krankheiten und trügerische Patentrezepte, sondern die Wirkungsweise des Körpers und die Fälle, in denen man mit Heilpflanzen eine gute und verläßliche Wirkung erzielen kann. Es geht also um praxisnahe Vorschläge, wie Sie gekaufte, selbstgesammelte oder selbst angebaute Heilpflanzen bei den jeweiligen Krankheitssymptomen wirkungsvoll einsetzen können.Norbert Jorek Biologe