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Die Vollwertküche als Gesundkost und Modetrend Die Ansicht, dafi es zwischen der Ernáhrung und dem Auftreten der heute vorherrschenden sogenannten Zivilisationskrankheiten Zusammenhánge gibt, ist heute wissenschaftlich gut untermauert. Allgemein wird anerkannt, dafi beispielsweise ischámische und sonstige Formen von Herzkrankheiten, Arteriosklerose, Diabetes mellitus, Hyperlipámie, Gicht, Übergewicht, Hypertonie und Hochdruckerkrankungen ernáhrungsabhángig sind. Dies gilt erst recht für Krankheiten des Kauapparates und der Verdauungsorgane, wie Zahnkaries, Darmdivertikel, Lebererkrankungen, Leiden des Gallensystems und Krankheiten der Bauchspeicheldrüse. Aber auch die verfügbaren Daten über Ernáhrung und Krebs beginnt man endlich auszuwerten. ERWIN LIEK, der Danziger Chirurg, erkannte die hier bestehenden Zusammenhange bereits vor über 60 Jahren. Nach dreifiigjáhriger árztlicher Arbeit, nachdem er selbst immerhin schon 992 Krebskranke selbst operiert hatte, wies er durch seine Buchveröffentlichung im Jahre 1932 auf die Bedeutung einer gesunden, natürlichen Ernáhrung für die Krebsbekámpfung und Krebsverhütung hin. Sie wurde damals von den Professoren mit seltener Einmütigkeit verworfen. Als er sich gegen die ungerechte Kritik und Verleumdung wehren wollte, fand er sehr wenige Freunde. Zu diesen wenigen gehörte der Schweizer Arzt BIRCHER-BENNER. Dieser schrieb im Dezember 1932: Dieses Buchwird die Krebsfurcht mindem. In ihm fíndet sich der einzige Weg zur Krebsbekámpfung und zur Krebsverhütung! Beide waren ihrer Zeit zu weit voraus, um damals schon überall verstanden zu werden. Noch bis vor wenigen Jahren stiefi man auf sehr unterschiedliche Meinungen, und es waren zu wenige, die den Krebs mit der Ernáhrung in einen kausalen Zusammenhang gebracht habén. Noch im Jahre 1982 hiefi es in einem Merkblatt, das Patientinnen nach Brustkrebsoperationen durch eine Krankenanstalt ausgehándigt wurde: "Es gibt keine Hinweise oder gar Beweise dafur, dafi bestimmte Nahrungs- oder Genufimittel ein Wiederauftreten der Grunderkrankung fördern oder verhindern können. Eine bestimmte Diát ist daher für Sie nicht erforderlich." Heute ist es schon etwas anders geworden, denn zahlreiche epidemiologische Studien, die nicht mehr übergangen werden können, weisen auf die Zusammenhange zwischen Ernáhrung und Krebs hin. Besondere Beachtung fand ein Bericht der National Academy of Sciences 1982: Diet, Nutrition and Cancer. Die Wissenschaft beginnt sich ernsthafter mit dem Problem Ernáhrung und Krebs zu bescháftigen. Die grofie Frage war nach wie vor, welche Ernáhrungsweise denn nun wirklich als optimál anzusehen ist. Denn es gibt Ernáhrungslehren der verschiedensten Art, die oft nur Teilwahrheiten enthalten und von unbewiesenen Annahmen ausgehen. Man fíndet Aussagen und Empfehlungen, die sich vollstándig wider2