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Italienische Küche
Millionen Touristen strömen nach Italien, angezogen von den römischen Baudenkmälern, dem Reichtum der Bildergalerien und Kirchen und den restaurierten Fresken Michelangelos in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan. Daneben genießen sie die warme, freundliche Atmosphäre und das Essen.
Kulinarische Geschichte
Die italienische Küche besteht aus Elementen unterschiedlicher Herkunft. Im Lauf der Jahrhunderte eroberten oder durchzogen viele Völker die Apenninenhalbinsel und brachten ihre kulinarischen Traditionen mit. Von den Etruskern kamen die Polenta und von den Griechen die köstlichen Meeresfrüchte. Die Römer entwickelten die griechische Kochkunst weiter und schrieben ihre Rezepte auf, so daß sie noch heute bekannt sind.
1861 verbanden sich 20 Provinzen zum italienischen Nationalstaat, doch an den regionalen kulinarischen Besonderheiten änderte sich damit kaum etwas.
Italienisches Essen Region für Region
Die wichtigste Trennlinie in der italienischen Küche verläuft zwischen dem industrialisierten Norden und dem ärmeren Süden. Der Norden mit seinen fruchtbaren Ebenen, Bergen und Seen liefert qualitätvolle Weine und Milchprodukte. Im sonnigen, trockenen Süden dagegen wachsen Olivenhaine, Auberginen, Tomaten und Gewürzkräuter. Trotz der regionalen Unterschiede gibt es auch Gemeinsamkeiten: Die Zutaten sind frisch, die. Zubereitung ist einfach, die Rezepte bewährt, und selbst in Restaurants wird gekocht wie zu Hause.
Piémont
Die Region mit dem treffenden Namen „am Fuß des Berges" grenzt an Frankreich und die Schweiz. Ihre fruchtbaren Acker werden aus den zahlreichen Kanälen bewässert, die das Land durchziehen.
Die Nahrung ist reichhaltig und rustikal, doch auch die kostbare, duftende weiße Trüffel wächst hier. Gerieben oder in feinen Flocken sind Trüffeln Bestandteil vieler erlesener Gerichte. Es gibt
eine Fülle von Waldpilzen und artenreiches Wild. Knoblauch spielt in den Rezepten eine dominierende Rolle. Polenta, Gnocchi und Reis sind verbreiteter als Nudeln, die man zur Vorspeise anstelle der Suppe reicht.
Lombardei
Der Name der Provinzhauptstadt Mailand erinnert sofort an das nach ihr benannte, herrliche Risotto, wie auch an das Mailänder Souffle mit seinem mtensiven Zitronenaroma. Spezialitäten der Region sind Kalbfleisch, etwa Vitello tonnato oder Osso Buco, und andere ausgezeichnete Fleischgerichte, besonders Schmorbraten.
Die lombardischen Seen liefern überreichlich frischen Fisch. Man ißt Reis, Polenta und daneben zahlreiche Nudelvariationen. Berühmt ist auch der köstliche süße Hefekuchen Panet-tone aus der Region.
Trentino-Südtirol
In dieser Bergprovinz liegen fruchtbare Täler und fischreiche Seen. Besonders die Weine verraten den starken deutschen Einfluß. Auch manche heimische Liköre wie Aquavit, Kümmel und Slibowitz erinnern im Stil an die deutschsprachigen Länder.
Das Essen ist einfach und rustikal. Nudeln, Fleischgerichte und Innereien sind besonders im Trentino beliebt. In Südtirol zieht man Suppen und Schmorbraten vor, häufig mit Knödeln und schmackhaften Würsten als Beilage.
Ve n e t i e n
Hier in der Nordostecke ist die Küche unkompliziert. Man reicht große Portionen Polenta mit fast beliebigen Beilagen. Man betreibt intensiven Getreideanbau und Weinbau. Polenta, Gnocchi und Reis sind beliebter als Nudeln.