Bővebb ismertető
Die Situation scheint verwirrend. Das Angebot der Möbelindustrie und der Einrichtungsháuser ist verführerisch. Kein Jahr, in dem nicht Dutzende neuer Entwürfe geschaffen und in den Handel gebracht, kein Jahr, in dem nicht neue Moden propagiert werden. Gab eben noch Rüster den Ton an, so war es wenig spáter das Teakholz, das die ganze Möbelproduktion beherrschte. Wer auf seine dánischen Glaslampen stolz war, sah im náchsten Jahr Kugelleuchten aus Japanpapier im Schaufenster - ebenso anregend zum Kauf. Die Architekten preisen uns im gleichen Augenblick die Herdstelle im Wohnraum und die Trennung von Wohn- und ElJbereich an. Hatten wir uns gerade an die Küche aus weiftem Kunststoff gewöhnt, so ging die Entwicklung kurz darauf zu Pastellfarben und nun sogarzum Holzfurnier über. An Vorbildern fehlt es nicht, angefangen bei den Sálén und Büros, in denen Staat, Lánder und Gemeinden reprasentieren, den Schalterhallen der Bankén, den Empfangsráumen der Industrie, den Foyers der Hotels bis hin zum neu eingerichteten Wohnsalon des Nachbarn von nebenan. Verführung zum Guten und zum Bősen! Dazu kommen die unterschiedlichen Forderungen und Bedürfnisse des einzelnen, die es schwer, wenn nicht unmöglich machen, eine Lösung, die gut scheint, ohne weiteres zu übernehmen. Die eine Familie ist kinderreich, die andere wünscht Ruhe und Zurückgezogenheit. Die eine liebt Hausmusik, bei der náchsten sind oft Gáste zu empfangen, bei der dritten viele Bücher unterzubringen; die Hausfrau der vierten liebt Blumen und möchte auch in der Stockwerkswohnung nicht darauf verzichten. Hier müssen antiké Möbel berücksichtigt werden, dort giit es, Kunstwerken einen Platz zuzuweisen, an dem sie ihre volle Wirkung entfalten können. So viele und verschiedenartige Ansprüche auf der einen Seite und so reich das Angebot auf der anderen. - Was gilt, was hat Bestand? Wer sich genauer auf der gegenwártigen Szene des modernen Wohnens umsieht, wird sehr bald feststellen, dali bei aller Vielfalt der Möglichkeiten doch eine Reihe klar umrissener nationaler Stilrichtungen zu beobachten ist. Er wird erkennen, wie diese Stilrichtungen nicht nur das Aussehen des einzelnen Möbelstücks prágen, sondern darüber hinaus auch den Charakter der gesamten Einrichtung bestimmen. Unser Buch zeigt zahlreiche Beispiele solcher Art. Praktisch stehen uns heute durch die internationale Verflechtung der Wirtschaft alle diese Spielarten zur Verfügung, entweder im Originál aus Import und Lizenzherstellungen oder in nicht immer glücklich nachempfundenen Schöpfungen heimischer Produktion. Seit einigen wenigen Jahren macht die skandinavische Richtung in Európa und Amerika Furore und hat den Dánén als den wichtigsten Reprásentanten den Ruf des führenden Möbellandes eingebracht. Ausgehend von der heimischen