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Eigenharntherapie - Hexenküche oder ganzheithche Medizin?Eigenharn? fragte mein Gespräciispartner und schaute mich entgeistert an, sagten Sie Eigenharn als Tlierapie? Das wäre ja wohl finsterstes Mittelalter, Hexenküche und Teufelsbeschwörung in einem. Wir haben doch die moderne Medizin, und wenn es schon Außenseitermethoden sein müssen, dann gibt es ja gute Naturheilweisen und Naturheilmittel. Aber Eigenharn? Igittigitt? Wozu brauchen wir diesen Dreck? Er sprach's und stampfte mit dem Fuß auf den Boden, um seiner Ablehnung Nachdruck zu verleihen. Was der Bauer nicht kennt , kam mir in dem Moment in den Sinn. Ich fragte mich jedoch auch, ob ich ihn mit meiner Einstellung zum Eigenharn als Therapie nicht überfordert hatte. Was brauchen wir diesen Dreck? - Was sollte ich ihm bei soviel Abwehr darauf antworten? Zugegebenermaßen war es eine gute Frage, eine Frage, die eigentlich aber nur der stellen kann, der sich nie mit dieser Therapie ernsthaft beschäftigt hat und spontan aus dem Bauch heraus fragt. Unsere Urteile und Fragen werden oft von Verhaltens- und Denkmustern geprägt, die uns impulsiv reagieren lassen. Hinterher bei nüchterner, verstandesmäßiger Betrachtung müssen wir dann über uns selbst den Kopf schütteln und erkennen: Es war eine Entscheidung aus dem Unterbewußtsein. Dort sind die von Erfahrung und Erziehung geprägten Verhaltens-und Denkmuster gespeichert. Wir werden von Kindesbeinen an dazu erzogen, Urin und4-9