Der überraschende Brief vom Verlag schmeichelt mir: Ob ich mir vorstellen könne, ein Buch zu schreiben, ein Buch über das Altern. Erste euphorische Reaktion: Ja, kann ich! Yes, I can!Ein Sachbuch über das Altern. Erste Zweifel am Horizont tauchen auf. Natürlich ein Sachbuch, wohl kaum einen Roman.Kann ich das wirklich? Ich bin doch keine Wissenschaftlerin, keine Gerontologin. Und was ist überhaupt ein Sachbuch? Wodurch zeichnet es sich aus? Wie kommt der so sympathische Verleger auf die Idee, ich könnte ein Sachbuch schreiben?Erste...
Der überraschende Brief vom Verlag schmeichelt mir: Ob ich mir vorstellen könne, ein Buch zu schreiben, ein Buch über das Altern. Erste euphorische Reaktion: Ja, kann ich! Yes, I can!Ein Sachbuch über das Altern. Erste Zweifel am Horizont tauchen auf. Natürlich ein Sachbuch, wohl kaum einen Roman.Kann ich das wirklich? Ich bin doch keine Wissenschaftlerin, keine Gerontologin. Und was ist überhaupt ein Sachbuch? Wodurch zeichnet es sich aus? Wie kommt der so sympathische Verleger auf die Idee, ich könnte ein Sachbuch schreiben?Erste Recherchen. Bücher, Internet, Zeitungen, Zeitschriften, Studien, Vorträge, Diskussionsrunden im Fernsehen. Was für ein großes Thema! Unmöglich, das zu bewältigen. Ich glaube, mein Verlag irrt sich! Aber das sage ich natürlich nicht laut.Ich arbeite weiter! Mein Kopf füllt sich mit Gedanken und Ideen. Es wird Zeit, sie ein bisschen zu sortieren und sich darüber klarzuwerden, welche Erwartungen an ein solches Buch es überhaupt gibt. Vielleicht rechnet man damit, dass ich als Frau eines 106-Jährigen Geheimrezepte aufliste, wie möglichst viele von uns ein solches Alter erreichen können. Doch das werde ich nicht. Erstens, weil es keine Geheimrezepte gibt, und zweitens, weil es - das wird mir dann rechtVorwort 9
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