Bővebb ismertető
Gelobt sei die einfache, die redliche Schlemmertopfküche!Der Ton macht die Musikund der Tontopf einen knusprigen Braten!Probierten Sie schon einmal, wie saftig Kalbshaxen im Schlemmertopf geraten? Nein? Das kann man rasch nachholen. Es ist auch fast unmöglich, sich all den tausend Küchenneuheiten, die heute täglich auf dem Markt Käufer suchen, so wie sie es verdienten, widmen zu können.Manche Neulinge verschwinden oft auch wieder sang- und klanglos, wie sie kamen. Vom Schlemmertopf allerdings können wir das nicht behaupten, denn ihm gelang es bereits in kurzer Zeit, zigtausend Freunde zu gewinnen.Wie erklärt man sich seine wachsende Beliebtheit ?Kenner des Marktes für ausgefallene kulinarische Spezialitäten wissen, daß die klassischen Delikatessen Hummer, Kaviar und Gänseleberpasteten nach wie vor ihre treuen Liebhaber zu verwöhnen verstehen, wie kluge, liebreizende Damen.Sie wissen aber auch, daß gerade dieser Kundenkreis die Abwechslung schätzt und die einfache, die ursprünglichen, die bäuerlichen Genüsse sucht. Frisches Bier vom Faß, eisgekühlter klarer Schnaps, westfälischer Knochenschinken, majorangewürzte Blut- und Leberwürste sind die gefeierten Günstlinge der Stunde, die noch keineswegs ihren Höhepunkt erreichte. So gesehen, hat unser Schlemmertopf geradezu eine gesellschaftliche Aufgabe, nämlich die Menschen vergnügt und gelöst, durch eine herzhafte Mahlzeit aus einem Topf zu Freunden zu machen. Er ist ideal für die Geselligkeit geeignet, wie das Schweizer Käsefondue, welches ja auch von der einfachen Almhütte kommt.Kurz nennt man diese begrüßenswerte, menschliche Strömung, gerade weil sie sich in einer sonst so furchtbar unmenschlichen Umwelt durchzusetzen vermochte, die rustikale Welle. Just auf ihr plätschert auch unser Schlemmertopf, wie eine Möve, die sich vom lieben Winde schaukeln läßt.Freilich vermuten wir noch weitere Erklärungspunkte, die auf ähnlicher Linie liegen, wie das Zunehmen der Campingfreunde, das Radfahren und Wandern und in der Mode die Vorliebe für Trachten und Dirndllook. Zurück zur Natur! Wären wir beim Fernsehen, sprächen wir vom Kontrastprogramm bei unseren Mahlzeiten, wozu der Schlemmertopf mit seinen zeitsparenden Eigenschaften und dem urigen Geschmack, den er Fleisch- und Gemüsegerichten im Backofen schenkt, abwechslungbringend beiträgt. Kochen in Ton-töpfen ist beileibe nichts Neues. Wer sich in alten Bauerntöpfereien ein wenig auskennt, erinnert sich mit Vergnügen an die Begegnungen mit ihnen in Volksmuseen. Die Württemberger füllten ihre Pfjtzauf-Tonformen, gut gebuttert, bis zur Hälfte mit artig gerührtem Teig und schoben sie in die Backröhre, um ihn dort langsam aber sicher hochgehen zu lassen.In Bayern findet man ganz selten noch die Hasenkacheln, vom Töpfer so geformt, daß man einen Hasenrücken mit beiden Keulen zusammenhängend darin braten kann. Ähnlich wie ein Geigenkasten sieht die Form mit Deckel aus.