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Kinder und Schnitzen
Kinder haben sehr viel Spaß daran, Figuren, Spielzeug und viele andere Dinge aus Holz zu schnitzen. Messer haben schon immer eine große Anziehungskraft ausgeübt - besonders auf Jungen. Zudem stärkt die Arbeit mit Holz und Messer zahlreiche Fähigkeiten der Kinder, vor allem dann, wenn mehrere in einer Gruppe zusammenarbeiten.
Das Messer ist ein sehr altes und einfaches Arbeitsgerät. Der Mensch benutzt es schon, seit vor vielen tausend Jahren die ersten urtümlichen Messer gemacht wurden, indem man Steine spaltete. Später war es etwas ganz Gewöhnliches, dass ein erwachsener Mann stets ein Messer bei sich trug - und ein Junge bekam sein erstes Messer, wenn er ungefähr acht bis zehn Jahre alt war.
Der bekannteste «Schnitzkünstler» ist auch heute noch der kleine Michel aus Lönneberga, den wir aus den
gleichnamigen Geschichten von Astrid Lindgren kennen. Ich selbst bin Vater von fünf Jungen, die alle sehr gerne Dinge aus Holz anfertigen, auch wenn der zweijährige Kaare am liebsten nur zuschaut, wie wir anderen schnitzen.
Mit einem Messer etwas zu schnitzen birgt viele Qualitäten in sich. Es ist eine einfache Möglichkeit, etwas zu schaffen und zu formen, es stärkt die Konzentrations- und die Koordinationsfähigkeit und fördert die Willenskraft. Außerdem ist Schnitzen sehr gut für den Gemeinschaftssinn und das Zusammengehörigkeitsgefühl einer Gruppe, wie ich schon oft feststellen konnte. Die Stimmung ist fast immer kameradschaftlich und es kommt zu vielen freundschaftlichen Gesprächen und Unterhaltungen.
Auch Ihnen wünsche ich nun viel Vergnügen.
Frank Egholm