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VORWORT
Kann man die Lust am Genießen mit einer rundum gesunden Küche verbinden? Man kann! Den Beweis liefert dieses Buch, das in Zusammenarbeit von :vvei VIedi:inern und einem Meisterkoch entstanden ist. Schließlich verfolgen der Koch und der Mediziner ähnliche Ziele: Sie wollen für das Wohl des Menschen sorgen. Der Koch kümmert sich um das leibliche Wohl: Das Essen soll den Gaumen erfreuen, der Gast soll nach dem Genuss eines Gerichts oder auch umfangreichen Menüs ein Gefühl der Zufriedenheit verspüren und sich wohl fühlen. Der Mediziner wiederum möchte dasselbe erreichen, allerdings auf lange Sicht: Er ist um das dauerhafte Wohlbefinden des Menschen in allen Lebensabschnitten bemüht. Zum einen will er Krankheiten und Schmerzen vermeiden, zum anderen ist es seine Intention, Beweglichkeit, Vitalität und Lebensfreude bis ins hohe Alter zu erhalten. Für den Mediziner ist der Schlüssel zum Erreichen dieser Ziele die Vorsorgernedizin.
Vorsorgemedizin beruht im Wesentlichen auf vier Säulen: Ernährung, Lebensfreude, Bewegung und ärztliche Vorsorgeuntersuchungen. Dass Ernährung für die Gesundheit eine zentrale Rolle spielt, ist keine Entdeckung der modernen Medizin. Bereits die Arzte der Antike gaben in erster Liriie Anweisungen im Hinblick auf den Lebensstil, um Krankheiten vorzubeugen oder bestehende zu heilen. Seit den Anfängen der Medizin galten in allen Kulturen ärztliche Empfehlungen vielfach einer gesunden Küche, im alten China ebenso wie bei den tibetischen und arabischen Ärzten. Im alten Ägypten waren Linsen, Kohl, Zwiebeln und Knoblauch nicht nur Nahrungs-, sondern auch Heilmittel. Und die Haussa im Norden Nigerias setzen noch stets Cashewnüsse, Zwiebeln, Knoblauch, Hirse, Auberginen, Pfefferscboten, Zitrusfrüchte, Melorien, Feigen, Mangos und Ingwer bewusst als Heilpflanzen ein.
Schon Hippokrates bezeichnete in seinen Ernährungsratscblägen Olivenöl als flüssiges Gold und mahnte eine leichte Kost an: „Eure Nahrungsmittel seien eure Heilmittel und eure Heilmittel sollen eure Nahrungsmittel sein", pflegte er zu sagen und erreichte selbst ein für die damalige Zeit „biblisches" Alter von 83 Jahren. Der römische Feinschmecker Apicius wiederum verfasste vor zweitausend Jahren ein Buch über gesundheitsbewu.sste Küche, das in seinen Kernaussagen unserer modernen Ernäbrungsmedizin kaum nachsteht. Wir sind also wahrlich nicht die Ersten, wir werden auch nicht die Letzten sein. Gleichwohl haben in jedem Zeitalter die Menschen ihre eigenen Gepflogenheiten und ihr eigenes Verständnis von Ernährung und Gesundheit.
so SCHMECKT DAS I.E}5EN / VORWORT