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EinleitungDen wenigsten Menschen wird es bewußt sein: Tee ist nach Wasser jenes Getränk, das die meisten Menschen trinken. Das liegt daran, daß der Teegenuß vor allem in den dicht bevölkerten Ländern Asiens verbreitet ist. Aber auch der Literzahl nach steht der Tee an guter Stelle und braucht mit der Kaffeebohne keinen Vergleich zu scheuen. Das hängt mit der Ergiebigkeit des Tees beim Aufbrühen zusammen. In der Welt werden 4 Mill. Tonnen Kaffee und nur 1,2 Mill. Tonnen Tee verbraucht, doch reicht 1 Pfund Tee für 250 bis 300 Tassen, 1 Pfund Kaffee nur etwa für 60 Tassen. Lieben Sie Tee?", mit diesem Satz wurde ich gefragt, als ich den Auftrag annahm, dieses kleine Buch zu schreiben, und ich hatte mit Ja" geantwortet, nicht ahnend, wieviel Wissenswertes es über Tee gibt. Damit Ihre Einstellung ebenso positiv ausfällt, gebe ich Ihnen dieses Teebuch zur Hand - schauen und lesen Sie selbst, wie Interessant dieses Thema ist -, am besten mit einer guten Tasse Tee, denn er erfrischt das Gemüt! Oder nach Kaiser Tsching-nung, 2737 bis 2697 v. Chr., beschrieben: Bist Du niedergeschlagen, so wird Tee Dich ermutigen!Auch die westlichen Humoristen ließen sich durch das Aroma des Tees inspirieren: Er hat nicht die Arroganz des Weines, nicht die Selbstbewußtheit des Kaffees und nicht die süßliche Unschuld des Kakaos." Wie schön wäre es, wenn wir uns in dieser unruhigen Zelt die Lehre der Teemeister nahebringen lassen, die u.a. lautet: In allen Lebenslagen sollte eine heitere Ruhe der Seele bewahrt werden, und die Unterhaltung sollte so geführt werden, daß sie nie die Unterhaltung der Umgebung störe." Um diese Philosophie in die Tat umzusetzen, sollte man sich durch nichts hetzen lassen, sondern wieder genießen lernen, auch ohne Teehäuser und Teeräume. Dann finden wir die gesuchte Ruhe wieder wir finden uns selbst. Wäre es nicht lebenswert, die Schönheit dieser Welt genießen zu können - ohne mit dem Preis des Herzinfarktes bezahlen zu müssen? Man trinkt Tee, um den Lärm der Welt zu vergessen." (TIen Ji-heng) Kennen Sie die drei größten Vergehen der Welt?Das Verderben bester Jugend durch falsche Erziehung, das Schänden bester Gemälde durch gemeines Begaffen und die Verschwendung besten Tees durch unsachgemäße Behandlung" (Kaiser Hui-tsung 1101 bis 1125 v. Chr.).Vielleicht werden Sie ein solcher Tee-Enthusiast, daß Sie den Worten von Samuel Johnson (1709 bis 1784) nachleben: