Bővebb ismertető
Noch vor wenigen Jahrzehnten hátte man gelacht über die Idee, Urgrofímutters Leib- und Küchenwásche, ihre textile Aussteuer, ihre Fleifíarbeiten an Stickrahmen oder Náhmaschine oder deren schon fabrikmáfiig hergestellte Entsprechungen sammeln zu wollen. Kein Wunder - bis zum zweiten Weltkrieg waren viele dieser heute unter nostalgisch verklártem Licht erscheinenden Textilien teils noch ganz ernsthaft" in Gebrauch, teils aber schon als unmodern aus den Wáscheschránken verbannt, und bis sich die Einschátzung wandelte von altmodisch über kurios bis hin zu sammelwürdig, mufíte einige Zeit vergehen. Ist die Rede von altér Unterkleidung, denkt man wohl zuerst an die Unaussprechlichen", die pumpigen Damenunterhosen mit Falbel oder Spitzenkante an den oft bis knapp ans Knie reichenden weiten Beinen, bevorzugter Gegenstand einer Generation von Witzblattzeichnern, Titelheldin" von Sternheims Komödie, spáter beliebtes Accessoire beim Faschingskostüm. Doch die Hősen waren nur ein kleiner Teil der Aussteuer, die jedes Mádchen in mehr oder weniger grofíem Umfang mit in die Ehe bringen mufite, sollte, wollte. Dazu gehörten noch an Unterwásche zum Beispiel Mieder oder sogenannte Untertaillen, die man als Vorláufer der Büstenhalter ansehen kann, Taghemden, Hemdhosen, verschiedene Arten Unterröcke. Und für die Nacht: Nachthemden, Nachtjacken, Nachtháubchen, Bettschuhe ... Doch davon spáter. Erst einmal soll von der Grundlage einer jeden Aussteuervorbereitung, dem Náhen, die Rede sein. Und das lernte - wir sprechen hier von der zweiten Hálfte des 19. und dem beginnenden 20. Jahrhundert - ein Mádchen beizeiten. Nicht nur in der Schule war der Náh-