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Die Forschungsgeschichte
Mit dem königlichen Palast von Buda der mittelalterlichen ungarischen Herrscher befaßt sich sowohl die breitere Öffentlichkeit als auch die Fachwissenschaft seit dem vergangenen Jahrhundert. Einige der Burgmauern und Tore des mittelalterlichen Gebäudekomplexes, die die Stürme der Zeiten überstanden hatten, wurden bereits im vergangenen Jahrhundert von dem begeisterten Amateurarchäologen Lajos Arányi aufgezeichnet. Andere Überreste sind Ende vergangenen Jahrhunderts im Laufe der neuen Palastbauten uns Tageslicht gekommen, die der Leiter der damaligen Bauarbelten, Alajos Hauszmann, auch publiziert hat. All dies deutete schon damals auf die Bedeutung dieses Geländes. Und doch konnte erst nach der Zerstörung des neuzeitlichen Palastes im Laufe schwerer Kämpfe, als er seine ursprüngliche Bedeutung und Funktion längs verloren hatte, mit der archäologischen Erforschung begonnen werden. Nach einigen Sondierungsgrabungen im Jahre 1946 wurde 1948 hier mit einen der größten Ausgrabungen in Europa xmter Leitung von László Gerevich begonnen. Die Ausgrabungen, die bis 1963 dauerten, sind nicht nur hinsichtlich der freigelegten Teile und zum Vorschein gekommenen Funde von Bedeutung, sondern sie sind auch ein schulemachendes Beispiel der Archäologie. Nach einer längeren Pause begann man 1972 mit erneuten Forschungen, die bis 1985 von László Zolnay geleintet wurden, und während der 1974 die seitdem weltberühmt gewordenen gotischen Skulpturen zum Vorschein gekommen sind.
Die Geschichte
Auf dem Gebiet der heutigen Hauptstadt befanden sich im Mittelalter zahlreiche größere und kleinere Siedlungen. Unter diesen waren die bedeutendsten die am linken Ufer der Donau, auf dem heutigen Gebiet der Innenstadt, errichtete Siedlung Pest und das sich am rechten Donauufer, in der Gegend der Arpádbrücke (!), erstreckende Buda. Das mittelalterliche Pest hatte auf dem rechten Donauufer seine kleinere ,,Schwesterstadt", das sog. Minor Pest (Kleinere Pest), die sich auf dem heutigen Gebiet Tabán befand. Als südlicher Ausläufer Budas entwickelte sich — in der heutigen Gegend der Margarethenbrücke — Gézamarkt, das spätere Felhévíz. Aufgrund archäologischer Forschungen kann man annehmen, daß in dem zwischen Minor Pest und Gézamarkt gelegenen, heute als Burgberg bezeichnete Gebiet, bereits in der Zeit