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Augsburg. ERSTE SZENE Baderstube. Theobald (alleiny einen Blumenstrauß in der Hand). Ich weiß nicht, was ich tun soll. (Er hält den Blumenstrauß empor.) Zertret ich dich? Um die schönen Rosen wär's schade, die sind unschuldig! Oder überreich ich dich? Nein, gewiß nicht, und das hätt* ich ihm gleich gesagt, dem Herrn Ungetreu, der zu glauben scheint, daß ich keine Augen habe, und kein Herz, und kein Blut, wenn - Ja, das war's ja! Ich wollte sie prüfen! Da kommt sie! Mit dem Morgensüppchen des Vaters! Oh, wie das schmecken muß! Wenn die für mich einmal kochte, ich - (Verbirgt den Strauß.) ZWEITE SZENE Agnes (tritt ein mit einer Suppe). Guten Morgen, Theobald! Theobald. Danke schön, Jungfer, danke schön! Wohl geschlafen? Agnes. So sollt' ich Euch fragen! Ihr werdet oft herausgeklopft, wenn sie gerauft haben, und ein Pflaster brauchen. Theobald. Das bemerkt Ihr? (Für sich.) Ich geb ihr den Strauß und bestelle alles! Wenn sie dann ein Gesicht macht und pfui sagt und mich anfährt: dazu gibst du dich her - Agnes. Was verbergt Ihr denn hinter dem Rücken? Theobald (zeigt den Strauß). Ja so, das hätt' ich bald vergessen! Agnes. Ah, der ist schön! Gebt ihn mal her! (Sie riecht.) Wenn wir doch auch einen Garten hätten! Wessen Namensfest ist denn heute? (Sie will ihn zurückgeben.) Theobald. Behüte, er gehört Euch! Agnes. Mir? Oh, da dank ich! Aber da geht's mit Eurem alten Ohm wohl bald zu Ende?