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ZUR EINFÜHRUNG
Arthur Schopenhauer stand bereits im dreiundsechzigsten Jahre, als die beiden Teile Parerga und Paralipomena", d. h.
„Nebenwerke und Nachträge", Ende i85i erschienen, deren ersien Teil unser Buch „Aphorismen zur Lebensweisheit" beschließt. Er war damals auf dem Tiefpunkt seines literarischen Kredits angekonunen. Seit er im Sommer i8Sb „nach sechsjähriger täglicher Arbeit", besonders in den beiden ersten Morgenstunden, die „Parerga und Paralipomena" vollendet hatte, waren einundeinhalb Jahre vergangen, ehe er in der A.W.Hayn-schen Buchhandlung zu Berlin, eigentlich nur einer Druckerei, einen Verleger dafür fand. Drei namhafte Verlage hatten das Manuskript — wie er es nannte, sein „letztes Kind", mit dessen Geburt er „seine Mission auf dieser Welt vollbracht" habe -im Hinblick auf den Mißerfolg aller seiner früheren Werke und den abschreckenden Titel zurückgesandt, obwohl der Verfasser auf Honorar verzichtet und sich auf zehn Freistücke beschränkt hatte.
Die „Parerga und Paralipomena" tragen ihren Bescheidenheitstitel bei tieferer Betrachtung zu Recht, ja dieser Titel könnte über sämtlichen Werken Schopenhauers mit Ausnahme des Ersten Bandes seines Hauptwerkes „Die Welt als Wille und Vorstellung" stehen, mit welchem der Dreißigjährige 1818, noch vor seiner Berliner Privatdozentur, hervorgetreten war. Sie sind sämtlich Ausführungen, Teilbeleuchtungen, Anwendungen des großen Gedankenzugs dieses Hauptwerks, dessen Gültigkeit in allen neu durchdachten Fragen der älter gewordene Denker immer wieder mit hohem Glück erlebt hat; an dem er nichts zu ändern fand; um das sich sein gesamtes weiteres Ouvre grup-
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