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Um die Mitte des 18. Jahrhunderts galt Deutschland die Sehnsucht vieler Italiener und Schweizer, denen die Heimat zu eng wurde und die es vorzogen, dem Beispiel mancher ihrer Landsleute zu folgen und wie sie an Fürstenund Königshöfen ihr Glück zu suchen und Karriere zu machen. Und wirklich, oft genug waren solche Glücksritter, die keinen Dienst scheuten und gern Leib und Seele verkauften, nur mit einem kleinen Bündel groBer Hoffnungen ausgezogen und im Glanze von Ordenssternen und Titeln zurückgekehrt, oder auch oft - nicht zurückgekehrt; dann hatten sie ihre armen Verwandten nachkommen lassen, damit auch diese sich an ihrem Feuer wármen und ihr Scháfchen ins Trockene bringen konnten. An den deutschen Höfen wimmelte es von Auslándern. Aus politischen Gründen umgaben sich die Herrscher lieber mit Fremden als mit den hochmüti1 gen, bodenstándigen Adligen, die gewisse Rechte beanspruchten. Um sie zurechtzuweisen, holté August der Starke Italiener und Menschen aus den verschiedensten Lándern an seinen Hof. Mit den Fremden hatte man keinerlei Scherereien; niemand stand im Lande hinter ihnen. Sie kamen an und waren auf Gnade oder Ungnade ihren Herren ausgeliefert. Als Diener waren sie sehr bequem. Im schlimmsten Falle, wenn sie sich nicht bewáhrten, wanderten sie nach Königstein oder Spandau, und niemand