Bővebb ismertető
In den Morgenlüften ein leises Frösteln - wie kühler Sorgenschauer, der alles müdgewordene Leben der Natúr durchrieselte, da sie den Winter kommen fühlte. Und dennoch ein Tag, wie ihn der junge Sommer leuchtender in allén Farben nicht hatte schenken können. Ein Tag in Flammen und Glut, wie eine letzte brennende Leidenschaft aller überreif gewordenen Kráfte der Natúr. Im gelben Flammengezack der Ulmen und Ahornbáume, im rőten Laub der Buchen und unter dem schimmernden Sonnengold des Morgens, schwammen die welkenden Wálder wie lodernde Feuerwogen über das weite Tal hinaus, allén Saum der Berge mit Glanz umspülend. Wo sie gedrángt hineinquollen in die seitwárts gesprengten Schluchten des Gebirges - wo sie die Sonne verloren und in den Schatten tauchten, da wurden sie dunkel und waren anzusehen wie erstarrte Báche von Blut, das aus dem Herzen des Gesteins geflossen. Doch immer wieder - als könnte der Laubwald auch jetzt noch, da er sterben sollte, die Sonne nicht entbehren - immer wieder griff er aus den schattigen Tiefen hinauf in die Höhen des Lichtes, fand seine brennende Freude wieder und brandete in zerrissenen Leuchtflocken bis hoch empor zu den steilen Gehangen, auf denen der dunkle Fichtenwald sein immergrünes Leben still hinübertráumte in den nahenden Winter. Und über ihm, schon weiB behaucht von einem frühen Schneefall, stiegen aus dem ruhigen Meer der dunklen Wipfel die kahlen Felsen in die Lüfte, hart und starr, wie mattes Silber in der Sonne und wie grauer Stahl im Schatten. Blau - eine stille Riesenglocke - wölbte sich der Himmel über alles hin, über das Dunkle und über das Leuchtende, über das Kalte und über alle Glut. Nicht blendend - wie ein