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Erster AktiDas Bühnenbild begnügt sich mit Andeutungen. Hochragende Pfeiler. Die Kathedrale. In der Mitte der Bühne das GrabBeckets. Eine steinerne Grabplatte mit dem eingemeißelten Namen. Zwei Wachsoldaten erscheinen und bleiben im Hintergrund stehen. Dann tritt, aus der Tiefe der Bühne kommend, der König auf. Er trägt seine Krone und ist nackt unter seinem weiten Mantel. In einigem Abstandfolgt ihm ein Page. Vor dem Grab angelangt, Epgert der König einen Augenblick, dann legt er plötzlich seinen Mantel ab, den der Page fortträgt. Er fällt auf die Knie und betet auf den steinernen Fliesen, allein und nackt, mitten auf der Bühne. Im Dunkel hinter den Pfeilern ahnt man die beunruhigende Gegenwart anderer Gestalten.Der König: Nun, Thomas Becket, bist du zufrieden? Ich knie nackt vor deinem Grab, und deine Mönche werden kommen und mich geißeln. Was für ein Ende unserer Geschichte ! Du verfaulst in diesem Grab, durchlöchert von den Dolchstichen meiner Barone, und ich warte hier wie ein Schwachsinniger in der eisigen Kirchenluft, bis diese Tölpel auf mich einschlagen. Glaubst du nicht, es wäre besser gewesen, wir hätten uns geeinigt ?Becket, im Ornat als Ert^bischof, wie an seinem Todestag, ist hintereinem Pfeiler hervorgetreten. Mit ruhiger Stimme sagt er.Becket : Wir konnten uns nicht einigen.Der König: Ich hatte es dir gesagt: Unantastbar bleibt allein die Ehre des Königreiches! Du selbst hast mich diese Formel gelehrt!Becket: Und ich hatte geantwortet: Unantastbar bleibt allein die Ehre Gottes. Wir sprachen beide gegen taube Ohren.Der König: Wie kalt es war auf der nackten Ebene von La