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Die Überfahrt
Am Abend des 23. Februar begaben wir uns an Bord der „Germanicus", die uns nach Amerika bringen sollte. In meinem letzten Brief erwähnte ich, daß sie einer der größten zwischen Liverpool und New York verkehrenden Dampfer der „White-Star-Linie" ist. Die Wellen der Irischen See wiegten das mächtige Schiff nur leicht, da das Wetter schön war. Nach zwei- oder dreistündiger Fahrt brach die Dunkelheit herein. Die irische Küste, an der entlang wir Kurs nach Süden nahmen, hüllte sich immer stärker in Nebel und verschwamm in der dämmrigen Ferne, ging schließlich ganz in Meer, Himmel und Nacht über und - entschwand. Von Zeit zu Zeit blinkten rote und grüne Lichter auf, die in der Luft zu hängen schienen; dann tauchten auch sie in der Dunkelheit unter, und ringsum leuchteten bloß noch weiß die Schaumkämme der Wogen, die eine nach der anderen aus der Unendlichkeit heranrollten.
Am nächsten Morgen erreichten wir Queenstown, einen an der äußersten Südspitze Irlands gelegenen Hafen, von wo aus es direkt westwärts nach New York weitergehen würde. Queenstown ist ein gewaltiger Hafen und zugleich, wie mir die Engländer stolz versicherten, eine uneinnehmbare Festung, obwohl ich glaube, daß sie hauptsächlich deshalb uneinnehmbar