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Emile Zola - Claude Monet [antikvár]
 
EinführungSo gewiß die Gemälde Monets einem mensctilichen Bedürfnis nacliliommen, die Sinnesfülle unserer Welt künstlerisch interpretiert zu sehen, erwecken sie auch Neugier auf den Künstler und dessen lebenslanges Bemühen, die sichtbare Welt mit unbestechlicher Genauigkeit abzubilden. Die vorliegende Anthologie von Schriften über Monet wurde sorgfältig ausgewählt, um eine möglichst treffende Darstellung des Menschen zu liefern. Sie gibt häufig Monets eigene - von Journalisten aufgezeichnete oder von guten Freunden erinnerte -...
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EinführungSo gewiß die Gemälde Monets einem mensctilichen Bedürfnis nacliliommen, die Sinnesfülle unserer Welt künstlerisch interpretiert zu sehen, erwecken sie auch Neugier auf den Künstler und dessen lebenslanges Bemühen, die sichtbare Welt mit unbestechlicher Genauigkeit abzubilden. Die vorliegende Anthologie von Schriften über Monet wurde sorgfältig ausgewählt, um eine möglichst treffende Darstellung des Menschen zu liefern. Sie gibt häufig Monets eigene - von Journalisten aufgezeichnete oder von guten Freunden erinnerte - Worte wieder, die Stolz, Entschlossenheit und Behutsamkeil, aber auch die Verzweiflung des Künstlers widerspiegeln. Die besten Standardwerke über Monet wurden hierfür eingehendst zu Rate gezogen: John Rewalds klassische History of Impressionism, erstmals 1946 vom Museum of Modern Art in New York veröffentlicht, und das außergewöhnliche mehrbändige Werk Daniel Wildensteins, Claude Monet: Biographie et catalogue raisonné (Lausanne und Paris, La Bibliotheque des Arts, 1974-1985), das Monets vollständige Korrespondenz enthält. Wir haben eine Reihe von Zeitungsberichten über Ausstellungen hinzugenommen, in denen Monet seine Bilder der ÖffentUchkeit vorstellte. Es ging uns nicht darum, die verschiedenen Theorien über seine Kunst auszuwerten, was bereits mit Steven L. Levines Monet and his Critics (New York, Garland Publishers, 1976) erschöpfend erfolgt ist, noch die Leistung Monets einer Analyse zu unterziehen. Dieser Rückblick will vor allem Monet so vorstellen, wie er während seiner eigenen Lebenszeit gesehen wurde - ohne alle späteren Erkenntnisse. Um beispielhaft darzulegen, wie Monets Kunst das Ausmaß einer modernen Legende angenommen hat, wurden lediglich zwei bedeutende Essays aus neuerer Zeit aufgenommen.Eine kurze Erläuterung des geschichtlichen Hintergrundes von Kunstausstellung und Landschaftsmalerei, deren Erbe Monet war, wird die folgenden Texte für viele Leser von heute erleichtem. Es mag vielleicht überraschen, daß die Landschaftsmalerei erst in Monets Generation allgemein als eine komplexe, herausfordernde und geistig erfüllende Form der Malerei anerkannt wurde. Monet hat mehr als irgendjemand sonst dazu beigetragen, einen Wechsel in der Einstellung zur Landschaftsmalerei herbeizuführen. Er durchbrach sozusagen eine Zeitschranke der Kunst, indem er die Fertigkeit entwickelte, die einzigartige Erscheinung eines flüchtigen Augenblicks wirksamer festzuhalten, als irgendeine Kamera des vergangenen Jahrhunderts dazu imstande gewesen wäre. Wenn Monet auch niemals eine faustische Bereitschaft verkündete, seine Seele zu verkaufen, um die Zeit stillstehen zu machen, hat er für dieses Bemühen doch seine kreative Existenz ebenso aufs Spiel gesetzt wie seine wirtschaftliche. Am Ende, nach beträchthchen Entbehrungen, gewann er Ruhm und Vermögen nicht einfach deshalb, weil er dem Erfolg so nahe kam wie nur h-gend vorstellbar, sondern weil er darüber hinaus in seiner Unbeirrbarkeit die flüchtige, funkelnde Qualität des normalen Sehens mit der erarbeiteten Vollendung großer Malerei zu verbinden wußte.In Frankreich setzte das Kunstmäzenatentum auf breiter Ebene wesentlich später ein als in Italien. 1648 gründete Colbert die Staathche Akademie der Schönen Künste, um einheimische Künstler auszubilden und zu unterstützen, deren spätere Werke die hohen kulturellen Ideale der Ära Ludwig XIV. widerspiegeln sollten. Den angesehenen Traditionen höfischer Kunst in Florenz und Rom verpflichtet, spornte die Akademie die Künstler dazu an, den höchsten menschlichen Idealen Ausdruck zu verleihen, die in der klassischen Literatur und Geschichte zu finden waren. Solche idealisierten oder allegorischen Sujets, die abstrakte Wahrheiten darstellen sollten, wurden als die größte Prüfung angesehen, der sich ein künstlerisches Genie überhaupt stellen konnte. Maler, die damit zufrieden waren, Szenen aus dem alltäglichen Leben abzubilden, wurden dagegen weniger ernst genommen. Um von der Akademie aufgenommen zu werden, mußten die Landschaftsmaler das Goldene Zeitalter wachrufen, den zeitlosen imaginären Rahmen für die heroischen Taten der Historienmalerei. Die gefeierten Landschaftsmaler Nicolas Poussin (1594-1665) und Claude Lorrain (1600-1682) gestalteten die italienische Landschaft neu, bereicherten sie mit Anklängen an die Antike, ließen allzu bescheidene Details einfach aus, verfeinerten die Umrisse, fügten Elemente aneinander, die an verschiedenen Orten gesehen worden waren, und tauchten diese artifiziellen Kompositionen in ein weiches und beständiges Licht, das losgelöst war vom Wandel der Zeiten.Durch ihre Festlegung auf abstrakte Wahrheiten war die französische Akademie außerstande, die realistischen, unprätentiösen Landschaftsgemälde der niederländi-

Termékadatok

Cím: Claude Monet [antikvár]
Szerző: Emile Zola , Jean Renoir Paul Mantz
Kiadó: Könemann Verlagsgesellschaft mbH
Kötés: Vászon
ISBN: 3895080489
Méret: 250 mm x 330 mm
Emile Zola művei
Jean Renoir művei
Paul Mantz művei
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