Bővebb ismertető
DAS OPFERLAMM"Nein, ich bitte dich, frag' mich nicht, wie ich hierhergekommen. Wie kannst du dich dafür interessieren? Morgen lachst du darüber; ich sehe es dir an. Warum willst du mich durchaus zum Weinen bringen? Es ist doch viel schöner für dich, wenn ich lustig bin." -Und die schlanke, schneeweiße, schön gebaute Münchnerin mit dem undurchdringlich dichten, üppigen Rabenhaar neigte sich zitternd über ihn und küßte ihn auf den Mund, auf die halbgeschlossenen Augenwimpern, um ihn seine Frage vergessen zu machen. Aber es half ihr nichts. Er verzog das Gesicht zu einer Grimasse, daß es ihr eisig durch alle Glieder rieselte. Er wehrte sich ihrer Liebkosungen, stieß sie von sich. So machte er sie völlig hilflos, da ihre Körperschönheit alles war, was sie auf dieser Welt ihr eigen nennen konnte. Er war nämlich kein Mensch von tobenden Leidenschaften, sondern ein Feinschmecker, für den die Natur und der liebe Gott nichts gut genug geschaffen. An alles mußte er noch sein Salz und seinen Pfeffer tun. Schon mit jungen Jahren hatte er die Genüsse des Lebens kennen gelernt und verachtete jetzt aus tiefster Seele alles, was anderen Sterblichen auch zu Gebote steht. So genügte es ihm auch nicht, daß das seiner Menschenwürde beraubte, hübsche Mädchen einfach, unbefangen und mit leichtem Herzen sündigte, indem es sich seinen