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E.T.A. Hoffmann
Der goldene Topf
E.T.A. Hoffmann (1776-1822) galt lange, vor allem im Ausland, als der größte deutsche Erzäler. Die Wirklichkeit als bürgerlicher Alltag und das traumland als Reich der Verzauberungen brachten in Ironie und Märchen auseinander. Alles Irdische war ihm mit Geistern gefüllt, die sich in gute und bösen Dämonen scheiden. Er zeigt uns in all seinen Werken das Schicksal romantischer Menschen und Künstler inmitten einer feindliche eingestellten, bürgerlichen Welt. Hoffmann unterschied zwischen den poetischen Menschen, die das Wunderbare im Leben erfühlen, und jenen, die als Philister in platter Alltäglichkeit verharren. 1813-15 schrieb er die Phantasiestücke in Callots Manier, worin Ritter Glück, und Der Goldene Topf beinhaltet sind.
Der Reichtum seiner Erzählphantasie lebte sich in einer Vielzahl von verschiedenen Erzählformen aus, die er in Nachtstücke (1817) und in dem Zyklus Die Serapionsbrüder (1819-21) sammelte.
Die Entwicklung von Prinzessin Brambilla (1821) bis zu Meister Floh (1822) läßt erkennen, wie an die Stelle von romantischer Ironie und Phantasie die persönlichen Kräfte von Humor und Innerlichkeit treten, wodurch er den Übergang zum Psychologischen Realismus des 19. Jahrhunderts findet.
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