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ÖRTLICHE SAGENDer Kobold in der MühleEs machten einmal zwei Studenten von Rinteln eine FuBreise. Sie gedachten in einem Dorfe zu übernachten, weil aber ein heftiger Regen fiel und die Finsternis so sehr iiberhand nahm, daB sie nicht weiter konnten, gin-gen sie zu einer in der Náhe liegenden Mühle, klopften und baten um Nachtherberge. Der Müller wollte anfangs nicht hören, endlich gab er ihren instándigen Bitten nach, öffnete die Tür und führte sie in eine Stube. Sie waren beide hungrig und durstig und da auf dem Tisch eine Schüssel mit Speise und eine Kanne mit Bier stand, baten sie den Müller darum und waren bereitwillig es zu bezahlen. Der Müller aber schlug's ab, selbst nicht ein Stück Brot wollt er ihnen geben und nur die harte Bank zum Ruhbett vergönnen. Die Speise und der Trank", sprach er, gehört dem Hausgeist, ist euch das Leben lieb, so laBt beides unberiihrt, sonst aber habt ihr kein Leid zu befürchten, larmt's in der Nacht vielleicht, so bleibt nur still liegen und schlafen." Mit diesen Worten ging er hinaus und schloB die Türe hinter sich zu.Die zwei Studenten legten sich zum Schlafen nieder, aber etwa nach einer Stunde griff den einen der Hunger so übermachtig an, daB er sich aufrichtete und die Schüssel suchte. Der andere, ein Magister, warnte ihn; er sollte dem Teufel lassen, was dem Teufel gewidmet ware, aber er antwortete: Ich habe ein besser Recht dazu als der Teufel", setzte sich an den Tisch und aB nach Herzenslust, so daB wenig von dem Gemüse übrig blieb. Danach faBte er die Bierkanne, tat einen guten, pommerschen Zug und nachdem er alsó seine Begierde etwas gestillt, legte er sich wieder zu seinem Gesellen. Doch als ihn über eine Weile der Durst aufs neue plagte, stand er noch einmal auf und tat einen zweiten so herz-