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VORWORT DES VERFASSERS
Gleich zu Beginn der Lebensbeschreibung meines Helden, Alexej Fjodorowitsch Karamasow, kommen mir einige Bedenken. Obgleich ich nämlich diesen Alexej Fjo-dorowitsch meinen Helden neime, weiß ich doch selbst, daß er durchaus kein bedeutender Mann ist, und so sehe ich voraus, daß man mir mit Sicherheit etwa die folgenden Fragen stellen wird: „Was ist denn so bemerkenswert an Ihrem Alexej Fjodorowitsch, daß Sie ihn zu Ihrem Helden gemacht haben? Was hat er Außergewöhnliches geleistet? Wer kennt ihn schon und wodurch ist er bekannt geworden? Warum soll ich, der Leser, meine Zeit damit vergeuden, die Umstände seines Lebens kennenzulernen?"
Diese letzte Frage ist besonders verfänglich, denn ich kann darauf nur antworten: „Vielleicht werden Sie das selbst dem Roman entnehmen körmen." Was aber, wenn jemand den Roman gelesen und es ihm doch nicht entnommen haben sollte, wenn er an meinem Alexej Fjodorowitsch nichts Bemerkenswertes fände? Ich sage das, weil ich es zu meinem Leidwesen voraussehe. Für mich ist er ein bemerkenswerter Mensch, doch bezweifle ich stark, ob es mir gelingen wird, auch den Leser davon zu überzeugen. Zwar kann man ihn wohl als eine aktive Persönlichkeit bezeichnen, aber bei aller Aktivität ermangelt es ihm doch der erforderlichen Sicherheit und Klarheit. Übrigens wäre es sonderbar, wollte man in einer Zeit wie der unsrigen von irgend jemandem Klarheit verlangen. Eines aber scheint doch hinreichend festzustehen: Er ist ein seltsamer, ja sogar wunderlicher Mensch. Nun meine ich, ein sonderbares, wunderliches Wesen sei einem Menschen eher abträglidi, als daß es ihm ein Anrecht auf Beachtung sicherte, zumal