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Es war einmal ein altes Sdiloß mitten in einem großen, did^en Wald, darinnen wohnte eine alte Frau ganz allein, das war eine Erzzauberin. Am Tage madite sie sich zur Katze oder zur Nachteule, des Abends aber wurde sie wieder ordentlich wie ein Mensch gestalte Sie konnte das Wild und die Vögel herbeilocken, und dann schlachtete sie's, kodjle und briet es. Wenn jemand auf hundert Schritte dem Schloß nahe kam, so mußte er stille stehen und konnte sidi nicht von der Stelle bewegen, bis sie ihn lossprachf wenn aber eine Jungfrau in diesen Kreis kam, so verwandelte sie dieselbe in einen Vogel und sperrte sie dann in einen Korb ein und trug den Korb in eine Kammer des Schlosses. Sie hatte wohl siebentausend solcher Körbe mit so raren Vögeln im Schlosse.
Nun war einmal eine Jungfrau, die hieß Jorinde. Sie war schöner als alle anderen Mädchen. Die und dann ein gar schöner Jüngling namens Joringel hatten sich zusammen versprochen. Sie waren in den Brauttagen, und sie hatten ihr größtes Vergnügen eins am andern. Damit sie nun einstmalen vertraut zusammen reden könnten, gingen sie in dem Wald spazieren. „Hüte dich", sagte Joringel, „daß du nicht so nahe ans Schloß kommst." Es war ein schöner Abend, die Sonne sdiien_zwischen den Stämmen der Bäume hell ins dunkle Grün des Waldes, und die Turteltaube sang kläglich auf den alten Maibuchen,
Jorinde weinte zuweilen, setzte sich hin im Sonnensdiein und Wagte; Joringel klagte auch. Sie waren so bestürzt, als wenn sie hätten sterben sollen; sie sahen sich um. waren irre und wußten