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VorspielEin kleiner, staubiger Mann in einem kleinen, staubigen Zimmer. So kam er mir immer vor, einfach nur ein kleiner, stau= biger Mann in einem kleinen, staubigen Zimmer.Keine Putzfrau durfte je das Büro mit den verrußten, sdvwer verhängten Fenstern betreten; auch allen andern menschlichen Wesen war der Zutritt prinzipiell verwehrt, wenn Oberst Raine nicht anwesend war.Staub bedeckte die braungestrichenen Dielen rings um den abgetretenen Teppich. Er lag in Schichten auf den Bücher= gestellen, Registraturschränken, Heizkörpern, Armlehnen und Telefonen; er überzog in schmierigen Streifen die Platte des Büroschreibtisches, und an den blankeren Stellen konnte man erkennen, wo kürzlich Akten oder Bücher gelegen hatten. Und Einbildung oder nicht man hätte schwören können, eine Patina von Staub auf dem spärlichen grauen Haar des Mannes hinter dem Schreibtisch, in den tiefen Furchen seiner grauen, eingefallenen Wangen und auf seiner hohen, fliehenden Stirn zu entdecken.Und dann sah man die Augen unter den stark gerunzelten Lidern, und man vergaß den Staub: Augen von der ausgewa= schenen Farbe eines Grönlandgletschers, nur nicht ganz so warm.Er stand auf, um mich zu begrüßen, hielt mir eine kalte, knochige Hand wie einen Spatenstiel hin, bot mir einen Stuhl an und setzte sich, sehr aufrecht, die Hände leicht auf der staubigen Schreibunterlage verschränkt.Willkommen daheim, Bentall. Die Stimme paßte zu den Augen; mein meinte fast, das Knistern trockenen Eises zu hö= ren. Alles glatt verlaufen unterwegs?Nein, Sir. Ein Textilbonze war nicht ganz glücklich dar= über, daß er in Ankara aus dem Flugzeug geworfen wurde, um für mich Platz zu machen. Ich soll noch von seinem An= walt hören. Einige der anderen Fluggäste schnitten mich, für die Stewardessen war ich Luft, und es wackelte höllisch. Sonst war der Flug sehr angenehm.So was kommt vor, sagte er sachlich. Geschlafen?Ich schüttelte den Kopf. Kein Auge zugetan.Wie schade. Er mimte sein Bedauern nicht schlecht und5