Bővebb ismertető
Sylvia Fischer (Modena)MEHR KOMMUNIKATIVE KOMPETENZ DURCH TALKSHOWS IM DaF-UNTERRICHT*Das Erlernen einer neuen Sprache bedeutet das Erlernen von neuen Mustern sowohl in linguistischer wie auch in kultureller Hinsicht"(Tselikas-Portmann 1998: 206)1. Wie kann kommunikative Kompetenz in der Fremdsprache vermittelt werden?Der Sprachwissenschaftler Whorf stellte bereits fest, dass die Fähigkeit, eine Sprache flüssig zu sprechen, nicht unbedingt linguistische Kenntnisse über systematische Prozesse und Tiefenstruktur voraussetzt, d.h. genauso wie es beim Billardspiel eher auf die Fähigkeit zum spielen ankommt, ist es unnötig, die Gesetze der Mechanik, die auf dem Billardtisch wirken, zu kennen. (Whorf 1970; 215)Das Modeneser Modell der DaF-Didaktik (vgl. Hornung 2002) sieht deshalb vor, dass Studierende sich auf ein Konzept einlassen, bei dem weniger erklärt wird und das Lernen durch authentische Vorbilder Nachahmung und Reflexion von ihnen verlangt. Die Studierenden tauchen sozusagen in die fremde Sprachenwelt ein (s. Immersion wode 1995, Artigal/Lauren 1996) und nehmen den Input auf, um später selber produktiv zu werden. Eine Umfrage, die ich anhand des Rasters zur Selbsteinschätzung des Europäischen Sprachenpasses innerhalb des Deutschlektorats im dritten Jahr mit den Studierenden durchgeführt habe, zeigt, dass fast alle Deutschstudentinnen der Universitä degli Studi di Modena im Bereich ,Sprechen' im Vergleich zu den anderen Fähigkeiten auf einer niedrigeren Stufe stehen. Die Lernenden verfügen folglich über bessere Kenntnisse, was das ,Lesen', ,Schreiben' und ,Hören' angeht. Dieses Defizit bei der Sprechfähigkeit, das italienische Autorinnen wie Ricci Garotti (1999), Piazza (1995, VIII) u.a. beklagen, scheint typisch für Lernerinnen zu sein, die die Fremdsprache in einem schulischen oder universitären Kontext erlernen, da dieser gesprochene Sprache zu wenig berücksichtigt. Techniken und Strategien, die Lernende brauchen, um mehr Sprechfähigkeit und Gesprächskompetenz zu erlangen, werden nur am Rande vermittelt. Im Folgenden möchte ich zunächst einige Unterrichts-