Bővebb ismertető
SPRACHERWERB UND
INHALTSORIENTIERTE KOMMUNIKATION
1. Gesprächsanalysen als forschungsmetliodologische Möglichkeit
Wir kennen Gesprächanalysen zum Beispiel aus der Diskursanalyse und Kon-
versationsanalyse, z.T. als Weiterentwicklung der Sprechakttheorie, wir kennen
Gesprächsanalysen aus der sogenannten Interlanguage-Forschung, wobei Modeil-
abvveichungen von einer festgelegten sprachlichen Norm auf ihre Entstehungs-
ursachen hin analysiert und interpretiert werden, um psycholinguistische Prozesse
und Strategien oder allgemeine Vorgehensweisen der Sprachverwender bei der
Aneignung von Fremdsprachen aufzudecken. Wir kennen Gesprächsanalysen
auch zum Beispiel aus der Korpuslinguistik, um u.a. Regelhaftigkeit oder Normen
oder Varietäten usw. aufzudecken. Dabei sind die Erkenntnisinteressen
insbesondere hinsichtlich der erwähnten Strategieforschung linguistisch und
didaktisch begründet. Hierbei sind auch didaktische Modellierungen zum Teil als
Ableitungen möglich, die sich in der Einbeziehung von Lernprozessen, Lern-
strategien oder -techmken in fremdsprachliche Lehrgänge und in neuesten Lehr-
werken und Lernmaterialien bereits manifestieren. » -
Die Fülle zwar einzeln beschreibbarer, aber gleichzeitig wirkender Ein-
flüsse und Faktoren auf den Lernerfolg, zu denen u.a. auch die Strukturierung von
Lehrgängen insgesamt unter Einbeziehung von Lerntechniken und Strategien
gehören, machen Modellbildungen in der Fremdsprachendidaktik äußerst
kompliziert, ja lassen diese beinahe gar nicht zu, von einer praktischen Um-
setzung in "Reinkultur" nicht zu sprechen. Da Fremdsprachenunterricht durch
interdependente Faktoren bestimmt ist, spricht man von Faktorenkomplexion, die
immer bei der Analyse von Unterricht zu berücksichtigen ist, selten aber in
Emzelfaktorcn auflösbar ist. Die Frage nach der Effektivität von Konzeptionen,
Konzepten oder partiell neuen Schwerpunkten wird wahrscheinlich aus diesem
Grund in unserer Wissenschaft viel zu selten gestellt, obwohl doch die Theorie-
bildung auf Effektivierung des Fremdsprachenunterrichts abzielt Erst in letzter
Zeit ist ein bestimmtes Interesse an empirisch angelegten forschungsmethodolo-
gischen Fragen zu erkennen1. Es fehlt allerdings trotz dieser ermutigenden
Ansätze an umfassender und detallierter empirischer Überprüfung und
Überprüfbarkeit. Die Frage nach der Notwendigkeit von Veränderungen oder
neuen Schwerpunktsetzungen unter dem Kriterium der Effektivität ist deswegen
so schwer zu beantworten, weil die Faktoren, die insgesamt am Lernprozeß