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UMSTELLUNG AUF DIE NEUE DEUTSCHE RECHTSCHREIBUNG: AUS DER PERSPEKTIVE UNGARISCHER DEUTSCHLEHRER* 1. Fragestellung Das Ziel des vorliegenden Aufsatzes besteht nicht darin, die Pro- und Kontraargumente bezüglich der Rechtschreibreform der deutschen Sprache zu erörtern,1 sondern didaktisch-methodische und (unterrichts)praktische Bedingungen eines Umstellungskonzeptes für die neue deutsche Orthographie im Bereich des DaF-Unterrichts und der Hochschulgermanistik in Ungarn zu diskutieren.2 Als ersten Ansatz habén wir unter DaF-Lehrkráften an Schulen eine entsprechende Umfrage durchgeführt. lm Zentrum des Beitrags stehen daher die Resultate und die einschlágigen Interpretationen der Umfrageergebnisse vor dem Hintergrund der Positionen, die in der fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Literatur zum Orthographieerwerb im muttersprachlichen und teilweise im fremdsprachlichen Deutschunterricht eingenommen werden. Inwieweit wirkt sich die Neuregelung der deutschen Rechtschreibung auf den DaF-Unterricht schon jetzt aus? Z.B. im Rahmen der Ausbildung an GoetheInstituten hat man für die Kursteilnehmer in den Anfángergruppen die neue Schreibweise schon mit dem 01.08.1998 eingeführt. Bei Fortgeschrittenen wird sie gegenwártig kontrastiv zu der altén Rechtschreibung verwendet. Alle neuen Prüfungs- und Übungssátze erscheinen - ebenfalls seit dem 1. August 1998 - in der neuen Orthographie (vgl. Goethe-Institut 1999). Die Umstellung ist alsó auch im Bereich DaF schon ein Thema.' Doch liegen u.W. noch keine empirisch abgesicherten Ergebnisse zur Lernbarkeit der neuen deutschen Orthographie in diesem Bereich vor. Nicht so im Falle des muttersprachlichen Deutschunterrichts, wo schon mehrere (positive) Test- bzw. Umfrageergebnisse existieren sollen (Günther 1997, S. 91). Die Umstellung an deutschen, österreichischen und schweizerischen Schulen verlaufe seit dem Schuljahr 1996/97 „mit gutem Erfolg,, (vgl. Verband der Schulbuchverlage e.V. 1999, S. 1). Von der positiven Aufnahme der Reform seitens der am meisten Betroffenen zeugen mehrere im Sinne einer effizienteren Umsetzung getroffenen Initiativen im Kreise von Schüler(inne)n, Eltern und Lehrer(inne)n, wie beispielsweise die „Kinder-Eltemund Lehrerplattform in Wien,, (vgl. BMUK 1999).