Bővebb ismertető
Robert Saxer (Klagenfurt)
ROLLEN UND STRATEGIEN DER LEHRENDEN*
Zur Situation
Was die Rollen der Lehrenden generell und im Fremdsprachenunterricht im Besonderen betrifft, hat die Pädagogik und haben die einschlägigen Fachdidaktiken seit den 70er Jahren wesentliche Fortschritte gemacht. Die neuen Rollenbilder der Lehrenden sind heute in der Theorie und auch in der Praxis der Engagierten weitgehend unbestritten und werden in der Ausbildung und in Fortbildungsveranstaltungen gepredigt und in die Tat umgesetzt. Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Prinzipien möge daher für den Anfang genügen:
Orientierung an den Lernenden: Die Lehrenden haben sich an den Interessen der Lernenden zu orientieren, um die Motivation zum Spra-chenlemen zu schaffen und permanent zu fördern. Das betrifft nicht nur die zugrunde liegenden Themen, sondern auch die Berücksichtigung der sozialen, kulturellen, kommunikativen und kognitiven Befindlichkeiten. In sozial verdichteter Form führt das zum interkulturellen Lernen.
- Language awamess: Das führt weiter zur Schaffung von bewusster Reflexion der Sprache als kulturellem Phänomen, das sehr viel mehr ist als die Beherrschung des Sprachsystems.
Mehrsprachigkeit: Language awamess erkennt, dass die eigene Sprache bzw. die Sprache, die ich als Lehrende/r vermittle, in einem größeren kulturellen und sprachlichen Zusammenhang zu sehen ist. Dementsprechend ist Mehrsprachigkeit nicht einfach die Beherrschung mehrerer Sprachcodes bzw. Fremdsprachen, sondern die Integration der sprachlichen und kulturellen Vielfalt, die unter den Lernenden festzustellen ist, und daher die Einbeziehung der Muttersprache der Lernenden oder auch einer lingua franca in die Untenichtspraxis.
Kommunikation vs. Metakommunikation: Spracherwerb erfolgt nicht vorrangig durch Entgegennahme von doziertem Sprachwissen, son-dem durch den ständigen aktiven Umgang mit der zu eriemenden Sprache. Im Unterricht sollte also die Metakommunikation - die Spra-