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Hans-Jürgen Ki-umm (Wien) LERNEN LEHREN - LEHREN LERNEN SCHWffiRIGKEITEN UND CHANCEN DES AUTONOMEN LERNENS IM DEUTSCHUNTERRICHT* Bis ins 16. Jahrhundert hinein war sich die Menschheit einig: die Sonne dreht sich um die Erde - erst Kopemikus brachte dieses Weltbild ins Wanken; der Abschied von der geozentrischen Vorstellung bedeutete für die Menschen zunächst eine Revolution, eine Umkehrung ihres Denkens: nicht die Erde ist die Mitte, die Erde dreht sich um die Sonne. Verhält es sich mit dem Lehren und Lernen ebenso? Dass erst das...
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Hans-Jürgen Ki-umm (Wien) LERNEN LEHREN - LEHREN LERNEN SCHWffiRIGKEITEN UND CHANCEN DES AUTONOMEN LERNENS IM DEUTSCHUNTERRICHT* Bis ins 16. Jahrhundert hinein war sich die Menschheit einig: die Sonne dreht sich um die Erde - erst Kopemikus brachte dieses Weltbild ins Wanken; der Abschied von der geozentrischen Vorstellung bedeutete für die Menschen zunächst eine Revolution, eine Umkehrung ihres Denkens: nicht die Erde ist die Mitte, die Erde dreht sich um die Sonne. Verhält es sich mit dem Lehren und Lernen ebenso? Dass erst das Lehren kommt und Lernen bewirkt, schien über Jahrhunderte festzustehen, auch wenn niemand genau wusste, wie das eigentlich funktioniert, so zu lehren, dass dadurch gelernt wird: ob tatsächlich gelernt wird, weil gelehrt wird, wissen wir bis heute nicht genau. Insofern war es eine kopemikanische Wende, als die Pädagogik schließlich das Lehren relativierte und festhielt: Lehren bedeutet nicht automatisch, dass gelernt wird; Lehren kann allenfalls die Bedingungen verbessern, unter denen gelernt wird: das Lernen steht in der Mitte. Schon die Reformpädagogik zu Beginn des vorigen Jahrhunderts hat damit begonnen, „Lemwelten" zu schaffen, die das Lernen erleichtem: Projektarbeit, Freiarbeit sind die Stichworte; Reformpädagogen wie der Franzose Celestin Freinet haben daraus eine pädagogische Bewegung gemacht. Freinets Kritik am Scolatismus - einem Wort, das er dem Hospitalismus nachgebildet hat - ist die Kritik an einer Schule, die einer Hühnerzuchtfarm gleicht - uniforme Lemziele, alle lernen im Gleichschritt das Gleiche. Das Militär stand Pate bei der Entwicklung unseres heutigen Schulehaltens. An diese Stelle tritt bei Freinet und anderen Reformpädagogen die Vorstellung von einer Kooperative, in der auch die Lernenden Verantwortung tragen und ihren Lemprozess zumindest teilweise selbst organisieren. Die Freinet'sehe Reformpädagogik lässt sich in den folgenden Punkten zusammenfassen: 1. Die Schülerinnen haben das Recht auf ihren eigenen Lemprozess, ihre eigene Entwicklung und Individualität.

Termékadatok

Cím: DUfU Deutschunterricht für Ungarn 3-4/2003 [antikvár]
Szerző: Hans-Jürgen Krumm , Helmut Hofmann , Krisztina Szabari , Thomas Fritz Ute Rampillon
Kiadó: ELTE Germanisztikai Intézet
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 170 mm x 240 mm
Hans-Jürgen Krumm művei
Helmut Hofmann művei
Krisztina Szabari művei
Thomas Fritz művei
Ute Rampillon művei
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