kategória
szerző
cím
sorozat
kiadó
ISBN
évszám
ár
-
leírás
Előrendelhető
A mezők bármelyike illeszkedjen
A mezők mind illeszkedjen


Französisches Theater des XX. Jahrhunderts I-II. [antikvár]

Jean Cocteau, Jean Giraudoux, Paul Claudel

 
D as französische Drama des 20. Jahrhunderts ist, wie alle anderen geistigen, von zarten Traditionen genährten Gebilde unserer Zeit, Krisen unterworfen. Da gibt es Jahrfünfte oder gar Jahrzehnte, die vor allem durch Verluste gekennzeichnet scheinen: große, unersetzliche Männer Claudel, Camus gehen dahin und hinterlassen Lücken, die sich nicht wieder schließen. Auch nationale Notstände wie die über Jahre sich hinschleppende, Kräfte und Energien verzehrende Algerien-Malaise fallen dem Theater in den Arm, selbst wenn sie weniger...
online ár: Webáruházunkban a termékek mellett feltüntetett fekete színű online ár csak internetes megrendelés esetén érvényes.
6480 Ft
Szállítás: 3-7 munkanap
Részletesen erről a termékről
Bővebb ismertető
D as französische Drama des 20. Jahrhunderts ist, wie alle anderen geistigen, von zarten Traditionen genährten Gebilde unserer Zeit, Krisen unterworfen. Da gibt es Jahrfünfte oder gar Jahrzehnte, die vor allem durch Verluste gekennzeichnet scheinen: große, unersetzliche Männer Claudel, Camus gehen dahin und hinterlassen Lücken, die sich nicht wieder schließen. Auch nationale Notstände wie die über Jahre sich hinschleppende, Kräfte und Energien verzehrende Algerien-Malaise fallen dem Theater in den Arm, selbst wenn sie weniger seiner Kraft etwas rauben als die unbeweisbare und doch lebensnotwendige Überzeugung in Frage stellen, die Welt des schönen Scheins sei wichtig. Jedoch man kommt nur auf die Idee, von Krisen zu reden, Ausfälle zu beklagen und Verarmungen zu konstatieren, weil das französische Theater seit mehreren Jahrzehnten fast bis zur Gegenwart zu leisten vermochte, was sonst kaum irgendeine Kunst irgendeines Landes geleistet hat: umfassende Bestandsaufnahme.Natürlich gab es fassen wir einmal nur das Drama ins Auge allenthalben einzelne Bewegungen von großer Kühnheit und großer Kunst. Tennessee Williams* psychologisierende Radikalkuren lenkten den erschrockenen Blick aller Theaterfreunde nach dem amerikanischen Süden, wo sich die Roman-Leser schon an Faulkners grandioser Inzest-Romantik hatten laben können; Christopher Fry gestattete dem modernen englischen Drama wieder den großen Faltenwurf und eine aus Schneeflockenfall und skandierter Wehmut gemischte Poesie; grell und einträglich klangen die Anklagen und die aufgeregt gestikulierende Selbstkritik der englischen angry young men; Frisch und Dürrenmatt diagnostizierten in der Schweiz die Bewußtseinslage des Besitzbürgertums; ostzonale Brecht-Epigonen machten aus des Meisters Kunst ein ödes Schema beliebiger Entlarvung, während der westdeutsche Nachwuchs trotz (oder: vor) lauter angestrengten gärtnerischen Bemühungen besorgter Kulturpfleger nicht recht zum Blühen kam. Das alles und glücklicherweise noch einiges mehr geschah. Aber ein umfassend bestandsaufnehmendes modernes Drama gibt es nur in Frankreich. Der katholische, der existentialistische, der gesellschaftskritische, der poetische, der erotische, der unterhaltsame, der surrealistische Aspekt: dies alles stand in Frankreich nebeneinander, und oft genugAuch wer ein Drama liest, befindet sich im Theater. Vielleicht müßte man das Theater des Lesenden ein fiktives, ein imaginäres Theater nennen, eine Bühne aus lauter Einbildungen. Da jedoch das leibhaftige Theater weder auf noch vor der Bühne ohne die Magie geweckter Einbildungskräfte denkbar wäre, dürfte der Unterschied zwischen dem imaginären Theater des Lesenden und dem tatsächlichen Theater der abendlichen Lustbarkeit unscheinbarer sein, als man gemeinhin annimmt. Dabei ist der Begriff des sogenannten Lesedramas, der sich angesichts einer Sammlung gedruckter Theaterstücke fast zwangsläufig einstellt, eine typisch deutsche Fiktion, jenem Bildungswahn entsprungen, der zwischen der vermeintlich rein geistigen Tätigkeit des Lesens und der mehr oder weniger vergnüglichen Lustbarkeit des Theaters die Barriere eines strengen Rangunterschiedes aufrichtete. Das Lesedrama hatte in dieser Fiktion zwar den Nachteil, daß es sich nicht ohne weiteres für eine Aufführung auf der Bühne anbot, doch wurde diese eingestandene Schwäche mehr als nur aufgewogen durch den angeblich überragenden geistigen Rang des sogenannten Lesedramas. Die Fiktion vom Lesedrama konnte nur in einer Zeit aufkommen, die den Geist aus der totalen, niemals auftrennbaren Wirklichkeit des Menschen zu isolieren und in einem abstrakten Lesezimmer aristokratisch zu inthronisieren versuchte. Es versteht sich beinahe von selbst, daß eine solche Zeit an einer verstohlenen Allergie gegen das leibhaftige Theater litt. Es gibt mancherlei Anzeichen dafür, daß wir diese Allergie inzwischen gründlich überwunden haben, und zwar, so paradox das auch klingen mag, nicht zuletzt dadurch, daß heute in ziemlich breiten Schichten Theaterstücke auch wieder gelesen werden.Die unterströmige Bereicherung des leibhaftigen Theaters durch Menschen, die Theaterstücke lesen, kann schwerlich überschätzt werden. Das setzt allerdings voraus, daß die Theaterstücke nicht im Sinne eines gar nicht vorhandenen Lesedramas, sozusagen als Bildungsgut gelesen werden, sondern freiweg auf der unsichtbaren hauseigenen Bühne, die ja den unübertrefflichen Vorzug hat, daß sie durch keinerlei räumliche, technische oder auch menschliche Grenzen eingeschränkt wird. Aus dieser hauseigenen Bühne des lesenden Menschen speist sich durch verborgene Leitungen das tatsächliche Theater, dessen jeweiliger Geburtsakt sich letzten Endes nur geringfügig von jener faszinierenden Situation unterscheidet, in der sich der lesende Mensch befindet, sobald er ein gedrucktes Drama aufschlägt. Auch er nämlich muß sich das Drama inszenieren, muß Bühnenbilder erfinden und sich - gleich dem Schauspieler - den verschiedenen Rollen einverleiben. Das klingt ziemlich großartig angesichts der bescheidenen Leselampe, unter der ein Drama aus

Termékadatok

Cím: Französisches Theater des XX. Jahrhunderts I-II. [antikvár]
Szerző: Jean Cocteau , Jean Giraudoux Paul Claudel
Kiadó: Albert Langen-Georg Müller
Kötés: Ragasztott papírkötés
Méret: 140 mm x 210 mm
Jean Cocteau művei
Paul Claudel művei
Bolti készlet  
Vélemény:
Minden jog fenntartva © 1999-2019 Líra Könyv Zrt.
A weblapon található információk közzétételéhez, másolásához a működtetők írásbeli beleegyezése szükséges.
Powered by ERBA 96. Minden jog fenntartva.
mobil nézet