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Einen hohen schlichten Dreiklang verkünden die himmlischen Heerscharen in der stillen heiligen Nacht, in der das Blinken .^im.s Sternes sich zum allerstrahlenden Licht der Welt weitete: ST^^^hre sei Gott in der Höhe, und Friede auf Erden, und den j i Menschen ein Wohlgefallenr'i Zur Botschaft geworden ist dieser Dreiklang für ]eden CEnHen über die Jahrhunderte, seit die Hirten auf dem Felde die Kunde von der Gehurt Christi zur Erlösung der Menschen in die Weite trugen] Denn auf ihm gründet sich der Glaube der Christenheit; in ihm umfaßt jeder Christ sein Bekenntnis; durch ihn ruht auf jedem Christen der Trost seines irdischen Daseins.
Über dieser dreigegründeten Basis aber des Glaubens, des Bekenntnisses und des Trostes wölbt sich der segnende Himmel christlicher Liebe. Sie ist der bergende Dom über der Christenheit; sie ist das unsichtbare, das göttliche Glied zwischen Mensch und Mensch.
Der Heiland ist die Liebe, die uns Menschen bindet. Er lebte das irdische Leben der Liebe. Und die Feier seiner Gehurt ist deshalb das Fest der Liebe für jeden Christen. In der Weihenacht neigen sich die Herzen vor der Gnade Gottes und finden sich die Hände der Christen zum „Frieden auf Erden". Von keiner Seite hat die Kunst - die Dichtung wie die darstellenden Künste - einen tieferen Impuls erfahren als von dieser Erkenntnis der göttlichen Liebe, geoffenbart durch Jesum Christum. Wenn im folgenden versucht wird,Kostbarkeiten aus Dichtung, Plastik und Malerei zusammenklingen zu lassen, die den Lobgesang der himmlischen Heerscharen menschlich deuten, so geschieht dies, in der Stunde christlicher Entscheidung, fast zweitausend Jahre nach Christi Geburt, in uns durch das Wort des Dichters und durch die Formgebung des Künstlers den Mahnruf, den christlichen Anruf zu wecken: „Friede auf Erden"!
H.K.