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Auf der Bühne der See, von Wald umschlossen; Mondglanz auf den Kiefern; ein Ufer ragt steil, und die Schwáne fliegen ein. Es ist ein langer Zug von Schwá= nen, der, die Hálse gestreckt, mit weitausschlagenden Flügeln in der Mitte der weifien Nacht den Himmel herunterzieht. Jetzt rauscht es im Schilf; das Wasser tönt; Verzauberung: Für eine Stunde werden die verwunschenen Madchen ihre Menschengestalt wiedergewinnen. Geigen, gestrichne Saiten, Geflüster der Wellen. Leise gleitet die Schwanenkönigin nieder, schmiegt ihr Gefieder zu= sammen zu einem grófién ovalen Kokon, und jetzt faltet's sich auf, weit, weit vornüber sich streckend, eine Hand, ein Arm, Aug' und Haar: Odette, die ver= wunschene Prinzessin. Mühvoll ringt sie ihren Menschenkörper aus der Gestalt und den Bewegungen des Tieres, und, den Schlaf ihres Schwanenseins vom Ge= sicht sich streifend, gleitet sie in die Stunde der Freiheit. Da tritt aus dem Ufer= gebüsch eine Gestalt vor sie hin, und sie erschrickt und wirbelt, verwirrt und abwehrend, zurück, bis sie in der Gestalt ihn, Prinz Siegfried, erkennt, den der Zug der Schwáne hierhergelockt hat, damit er sie alle durch seine treue Liebe zu Odette erlöse. Geigen, Geigen, unterirdische Wasser rauschen im See, und zwischen Verwirrung und Seligkeit gleitet sie, langsam, dem langsam sich náhernden Prinzen entgegen, ein Traumhauch, schwebend, ganz schwerelos Sie ist so leicht, sagt eine ihrer Bewunderinnen, sie hat die Schwere besiegt. Man möchte weinen vor Glück, dafi ein Mensch solch ein Wunder vermag!MARATHONDie vier bis sechs Stunden táglicher körperlicher Trainings= und Probenarbeit einer Tánzerin beanspruchen ihre Beinmuskulatur mehr, als eine Normalschicht die Armmuskulatur eines Kohlenháuers beansprucht; die Primaballerina leistet,