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Vorwort
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Vorwort
Die Jahrestagung der Gesellschaft der Ungarischen Germanisten ist immer eine wichtige und festliche Begegnung, die es uns ermöglicht, unser Fach im gröBt-möglichen Kreis zu vertreten und über unser gemeinsames Anliegen eine Art Rechenschaft abzulegen. So habén wir auch bei der Konferenz in Pécs 2008 ein umfassendes Thema mit dem Titel „Germanistische Nachbarschaften" gewahlt, das nicht nur einen breiten Forschungskreis anspricht, sondern zugleich dessen eigenstandigen Charakter markiért. Wahrend die Untersuchungen der regionalen Kulturen in der Gennanistik vor einigen Jahrzehnten noch oft für zweitrangig gehalten wurden, können wir uns heute über ihre deutliche Aufwertung erfreuen. Diese bedeutsame Veranderung ist wohl vor allém dem Erscheinen der modernen Kulturwissenschaften zu verdanken, die sich mit beachtlichem Interesse den Grenz-bzw. Übergangsfállen sowie kulturellen Transfererscheinungen und -prozessen hinwenden. Auch wenn es sowohl in den theoretischen Grundlagen als auch in den methodischen Herangehensweisen grundsatzliche Unterschiede gibt, ist gerade in diesem Forschungsbereich die produktive Wechselwirkung des „Methodenpluralismus" zu beobachten. Denn um neue Einsichten zu bekommen, braucht man auch neue Aspekte und Annaherungsmethoden, ohne jedoch auf die historischen bzw. philologischen Forschungsweisen und -ergebnisse verzichten zu können - zumindest, wenn man am „Gegenstand" bleiben will.
Diese fruchtbare „Grenzüberschreitung" hat sich auch in der internationalen Anteilnahme an unserer Konferenz gezeigt: Von den 16 Vortragenden habén fünf die Nachbarlánder vertreten. Trotz der unterschiedlichen Themen, die in diesem vorliegenden Band ein eher mosaikartiges Bild darstellen, sind die Verkniipfungen nicht nur virtuell da, sondern zeigen sich auch in dem immer besser funktionie-renden „Netzwerk" der einheimischen und auslandischen Gennanistiken, zu dem auch unsere Tagung ihren Beitrag geleistet hat. Auch wenn das schriftliche Dokument einer Konferenz nie in der Lage ist, ihr Arbeitsmilieu und den wissenschaftlichen Kontext mit heraufzubeschwören, wir als die unmittelbar Beteiligten wissen, wieviel Anregungen wir voneinander bekommen habén, obwohl manche Referate von unseren eigenen, engeren Forschungsbereichen anscheinend weit entfernt lagen. Aus der mehr als einjahrigen Perspektive zeigt sich diese wohltuende Vielfalt noch deutlicher, und ich hoffe, dass diese Themen-vielfalt auch den unbekannten Leserlnnen einen querschnittartigen Einblick in die Auslandsgermanistik gewahrt, welche die hier veröffentlichten Referate hauptsachlich repriisentieren.
Nach langjahriger und sich bewahrter Tradition hat das gastgebende Institut das Vorrecht, sich vorzustellen. Diesmal hatten die Pécser Germanistinnen und Germanisten diese Möglichkeit und es ist eine besondere Freude für mich, dass