Bővebb ismertető
Johanna in Wirklichkeit und in ihrer Einbildung Johanna von Arc, ein Dorfmádchen aus den Vogesen, wurde um 1412 geboren, wegen Ketzerei, Hexerei und Zauberei im Jahre 1431 verbrannt, gewissermafien rehabilitiert im Jahre 1456, zum Gegenstande der Verehrung gemacht im Jahre 1904, seliggesprochen im Jahre 1908 und endlich heiliggesprochen im Jahre 1920. Sie ist die grofíe Kriegsheilige des christlichen Kalenders, der wunderlichste Kauz unter den exzentrischen Notabeln des Mittelalters. Obgleich erklárte und überaus fromme Katholikin, ja Anregerin eines Kreuzzuges gegen die Hussiten, war sie dennoch tatsáchlich eine der ersten protestantischen Mártyrinnen. Auch war sie einer der ersten Apostel des Nationalismus und die erste, die als Französin, im Gegensatz zur sportmáfíigen Lösegeldspielerei des Rittertums ihrer Zeit, den Napoleonischen Realismus in Kriegsdingen verfocht. Sie war der Pionier einer vernünftigen Frauenkleidung: genau so wie zwei Jahrhunderte spáter die Königin Christine von Schweden, ganz zu schweigen vom Chevalier d'Eon und zahllosen obskuren Heldinnen, die sich als Mánner vermummten, um als Landsknechte und Seeleute zu dienen, wollte Johanna nichts davon wissen, das wahre Los des Weibes auf sich zu nehmen; sie kleidete sich, focht und lebte als Mann. Da sie es verstand, sich in allén Dingen mit solcher Wucht in Szene zu setzen, dafí sie über ganz Westeuropa hin berühmt war, ehe sie noch dem Backfischalter entwachsen war (sie ist ja tatsáchlich nie darüber hinausgekommen), ist es kaum überraschend, daB sie vom Gericht zum Verbrennungstode verurteilt wurde - angeblich wegen einer Anzahl von Kapitalverbrechen, die wir nicht mehr als solche betrachten, in Wahrheit aber wegen all dessen, was wir unweiblich und unausstehliche Einbildung