Bővebb ismertető
Ehe ich die tieferen Beziehungen von Major Barbara behandle, gestatte man mir, zu Ehren der englischen Literatur Einspruch zu erheben gegen eine unpatriotische Gepflogenheit, der viele meiner Kritiker verfallen sind. So oft meine Ansichten ihnen den Horizont eines, sagen wir, gewöhnlichen vorstádtischen Kirchenvorstehers zu überschreiten scheinen, schliefien sie daraus, dafi ich das Echo Schopenhauers, Nietzsches, Ibsens, Strindbergs, Tolstois oder irgendeines andern Erzketzers des nördlichen oder östlichen Európa bin. Ich gestehe, dafi etwas Schmeichelhaftes in diesem schlichten Glauben an meine Sprachkenntnisse und meine philosophische Bildung liegt. Aber ich kann die Voraussetzung nicht hinnehmen, dafi Leben und Literatur auf diesen Inseln so armselig seien, dafi wir ins Ausland gehen müssen, um alles dramatische Material, das nicht gewöhnlich ist, und um alle Ideen, die nicht oberíláchlich sind, zu gewinnen. Ich wage es daher, meine Kritiker mit gewissen Tatsachen vertraut zu machen, die meine Beziehung zu modernen Ideen betreffen. Vor etwa einem halben Jahrhundert schrieb ein irischer Romanschriftsteller, Charles Lever, eine Erzáhlung mit dem Ti tel: A Day's Ride: A Life's Románcé. Sie wurde von Charles Dickens in den "Household Words" veröffentlicht und erwies sich als so befremdlich für den allgemeinen Geschmack, dafi Dickens Lever nötigte, kurzen Prozefí damit zu machen. Ich las Bruchstücke dieses Romans, als ich ein Kind war, und sie hinterliefien mir einen dauernden Eindruck. Der Held war ein sehr romantischer Fant, der tapfer, ritterlich und grofiartig zu leben versuchte, und zwar nur auf Grund seiner márchenhaften Einbildungen, sonst ohne Mut, ohne Mittel, ohne Wissen, ohne