Bővebb ismertető
VORWORT
Solange in Ungarn in den Schulen eine Fremdsprache nur mit dem zentral
vorgeschriebenen Lehrwerk unterrichtet werden durfte, war eine
wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung mit Sprachlehrwerken
nicht gefragt. Erst als Lehrwerke für den Fremdsprachenunterricht frei
gewählt und eingesetzt werden konnten, entstand das Bedürfnis, die
Eignung und Qualität dieser Bücher überprüfen zu können. Dazu bedarf
es - auch angesichts der fast unüberschaubaren Fülle von methodisch und
qualitativ unterschiedlichen regionalen und multinationalen Lehrwerken
auf dem heutigen Lehrbuchmarkt - geeigneter Kriterien.
Fremdsprachenlehrer sollten über die Kompetenz verfugen, Lehrwerke
systematisch und praxisorientiert analysieren, beurteilen und
gegebenenfalls adaptieren zu können. Der vorliegende Band möchte zur
Herausbildung und Vertiefung dieser Kompetenz beitragen. Zielsetzung
der Arbeit ist, mit Hilfe eines Überblicks über die Entwicklung des
Deutschunterrichts in den letzten Jahrzehnten zum Nachdenken über
Entwicklungstendenzen im ungarischen Kontext anzuregen und anhand
einer empirischen Untersuchung exemplarisch zu zeigen, wie man
Sprachlehrbücher unter verschiedenen Aspekten analysieren kann. Diese
Hilfestellungen möchten nicht zuletzt zu weiteren Forschungen
ermuntern.
Angesprochen fühlen sollten sich Studierende an Pädagogischen
Hochschulen und Universitäten im Fach Germanistik mit Schwerpunkt
Deutsch als Fremdsprache sowie interessierte Deutschlehrerinnen und
-lehrer, die an einer Weiterbildung teilnehmen oder sich einfach nur gern
mit den hier behandelten Fragen auseinandersetzen wollen.