Bővebb ismertető
Die Liebesdichtung der Griechen undRömer bildet einen wesentlichen Teil ihrer gesamten Lyrik tmd gibt uns einen Einblick in die Vielfalt antikén Lebens, seine Eigenart und die Beziehungen der Menschen jener Zeit zueinander. Ihr besonderer Reiz liegt in der Unmittelbarkeit vtnd Natürlichkeit, mit der diese ihren Gefühlen Ausdruck verleihen; ohne Zurückhaltung und falsche Scham bekennen sie ihren Liebeskummer und jauchzen auf in der Gewälirung ersehnter Liebeslust. Das geschieht in formvollendeten Gedichten von großer Schönheit, die bis heute lebendig geblieben Und in die Weltliteratur eingegangen sind. Seitdem in der Renaissance auch die antike Liebesdichtung wieder bekannt geworden war, hat sie die europäische Literatur stark beeinflußt, zunächst in Italien und Frankreich in der Form der Hirtenpoesie und der Anakreontik, dann auch in Deutschland zur Zeit des Barocks und des Rokokos. Im 17. und 18. Jahrhundert wimmelt es in der deutschen Dichtung von Schäfern und Schäferinnen mit griechischen Namen, und der Kreis um Gleim singt in anakreon-tischer Manier von Liebe und Wein. Nachhaltiger noch wirken die Römer. In Goethe hat die Lektüre des Properz eine Erschütterung in seiner NatUD> hervorgerufen und ihn zu seinen .Römischen Elegien' angeregt. Den größten Einfluß aber hatte Horaz; seine Oden sind unendlich oft übersetzt und nachgeahmt worden.II