Bővebb ismertető
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Man hat mich aufgefordert, eine vorbildHche Ehe zu beschreiben und mir ein Modell dafür gezeigt. Mit Vorbehalten habe ich zugesagt und das beispielhafte Paar beobachtet. Jetzt versuche ich, das Erforschte zusammenzufassen in der Beschreibung eines Tages, der damit beginnt, daß Teo Overbeck Gardinen aufzieht, Fenster öffnet und dabei denkt: Den Auftrag hätte ich nicht annehmen dürfen! Er sagt aber: „Ein schöner Tag heute!"
Es ist ein Maitag, kühl und sonnig. Sein Licht blendet Teos an Lampenlicht gewöhnte Augen. Irene, seine Frau, liegt im Bett und frühstückt. Sie hat den Oberkörper halb aufgerichtet und die Beine so angezogen, daß sie das Tablett mit Bauch und Knien halten kann.
Daß Teo seine Gedanken nicht ausspricht, hat nichts mit Heuchelei zu tun, nur mit Rücksichtnahme. Er will die Morgenfröhlichkeit Irenes nicht stören. Die Sorgen, die ihn bedrücken, werden nicht leichter, wenn er sie mit ihr teilt.
Irene aber will ihre Fröhlichkeit mit ihm teilen. „An solch einem Tag muß alles gut gehen!" sagt sie in einem Ton, den sie den ganz, ganz lieben nennt, mit einem Gesicht, das ausdrückt: Das ist nicht Tröstungsversuch, das ist feste Überzeugung, mit einer Geste, die ihn vom Fenster weg und zu ihr hin zieht, zur ersten Morgenzärtlichkeit, die ihm wohltut, seinen Gedanken aber keine andere Richtung geben kann.
Er ist, wie es seinen Angewohnheiten entspricht, schon korrekt gekleidet, mit Anzug, weißem Hemd, Krawatte.